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Akademie der Muße

 

IMPULS

"Der optimierte Mensch"

 

Die Selbstoptimierung nimmt immer groteskere Züge an, von aufgespritzten Lippen bis Fettabsaugung, von Schritte-Zähl-Messbändern bis Zusammenbruch im Fitnessstudio. Keine Problemzone ohne Lösung – ist das Motto der Schönheitschirurgen und der Industrie, die sofort reagiert, sobald eine neue mögliche „Gefahr“ auftritt. Kürzlich las ich, dass Mann sich nun auch die Waden aufspritzen lässt, damit die Kniestrümpfe sitzen oder das Tattoo praller prangt. Und was sagt uns das ewige Selfie-machen oder die Selbstbespiegelung auf Facebook & Co? Magersucht bei Jugendlichen oder das menschenverachtende Casting bei Germanys Next Topmodel, von denen noch keine Topmodel geworden ist.
 
Doch das Thema Selbstoptimierung betrifft nicht nur den Körper, unsere Kinder sollen im Kindergarten Chinesisch lernen, oder mindestens Wirtschafts-Englisch, Reiten, Instrumente spielen und die ersten internationalen Kontakte knüpfen für das spätere Studium an Elite-Hochschulen in Great Britain oder USA. Und wie weit gehen wir bei Pränatal-Diagnostik bis Wunschbaby (männlich, blaue Augen oder doch lieber weiblich mit grünen?), Genmanipulationen oder implantierter Lernsoftware? Alles ist möglich.

Ist es auch sinnvoll und gut für den Menschen, wenn alles, was möglich ist, auch umgesetzt wird?

Lesen Sie hierzu weiter unten das Interview mit der Komikerin und Schauspielerin Veronika von Quast.

(Foto oben: Manincor)

"Entschleunigung durch Fotografie" -
Eine Schule des Innehaltens und kreativen Sehens
vom 10. - 14. Oktober 2018

mit dem Hamburger Top-Fotografen Jürgen Müller

Beim Immobilienkauf zählt die Lage, die Lage, die Lage – und nicht etwa das exquisite Haus. Und bei einem wirklich guten Foto? Hier ist es der Blick, der Blick, der Blick, der den Unterschied ausmacht, nicht das perfekte Equipment. Der positive Nebeneffekt: Man kommt bei der Konzentration, die zum Fotografieren unabdingbar ist, zwangsläufig zur Ruhe.

„Legt die Technik aus der Hand. Und schaut. Und spürt. Und fühlt.“, rät Jürgen Müller seinen Schülerinnen und Schülern. „Kommt runter. Steigt aus dem Hamsterrad. Nehmt eure Umgebung mit allen Sinnen wahr.“ Der Hamburger Top-Fotograf hat bereits Frank-Walter Steinmeier für den damaligen Wahlkampf ins rechte Licht gerückt und große Kampagnen fotografiert für u. a. Rothman’s Intenational, Nikon, Esso, RWE, Aral, Hasselblad und den Musiker Sting. Müller sitzt in Hamburg, nahe der gigantisch wachsenden Hafencity, und kreiert in seinem Loft-Studio ständig neue Ideen und Konzepte. Und wenn ihm danach ist und er sowieso gerade mit Kevin Fehling über einem neuen Projekt brütet, dann schwingt er auch schon mal den Kochlöffel, um den Drei-Sterne-Koch gebührend zu bewirten.

Vom 10. bis 14. Oktober findet in Bispingen/Lüneburger Heide in einem der Top Ten Tagungshotels Deutschlands erstmals das Seminar „Entschleunigung durch Fotografie“ statt. Neben Jürgen Müller sind Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl die Referenten, die die Impulse geben. Der Stimbekhof, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untergebracht sind, liegt inmitten der Lüneburger Heide. Ein angemessener Platz für Entspannung pur. Die Natur ringsum bietet mannigfaltige Fotomotive. Genießen – schauen – spüren – entspannen – und ein einmaliges Foto kann entstehen!

Gewinnen Sie in diesem Kurz-Film von und mit Klaus Rainer Kirchhoff, Kirchhoff Consult AG, und mit einem Interview von Jürgen Müller, Anselm Bilgri und Nikolaus Birkl einen ersten Eindruck von diesem Seminar und dieser wunderbaren Landschaft. Einfach traumhaft!

(Foto: Jürgen Müller)

Weitere Informationen und Anmeldung hier

 

INTERVIEW

 

mit der Komikerin und Schauspielerin Veronika von Quast
zum Thema "Der optimierte Mensch"

von Gina Ahrend
 
Im letzten Newsletter habe ich einen renommierten Wissenschaftler, Professor Klaus Mainzer, zur aktuellen KI-Debatte befragt. Für diesen Newsletter interessierte uns, was eine gestandene Frau, eine Persönlichkeit, die in der Öffentlichkeit steht, zum Thema „Der optimierte Mensch“ sagt. Ich habe Veronika von Quast in München getroffen und kam im Gespräch mit der bayerischen Komikerin, Diseuse und Schauspielerin noch auf alle möglichen Themen zu sprechen:
 
Veronika von Quast findet, dass zwischen Schönheits- und Jugendwahn und der Freude an einem gepflegten Äußeren Welten liegen. Schon vor drei- bis viertausend Jahren war das Haarefärben mit natürlichen Farbstoffen gebräuchlich. Und das Zieren des eigenen Körpers ist so alt wie die Menschheit. Die Schauspielerin hat bereits vor zwanzig Jahren mit Anfang fünfzig leichte Korrekturen an Augen und Hals machen lassen – und sie steht dazu. Eine Kollegin meinte damals, ob sie nicht in Würde altern könne. Darüber kann sich meine temperamentvolle Gesprächspartnerin heute noch aufregen: „Mich jetzt im achten Lebensjahrzehnt in Konkurrenz zur Jugend zu setzen, das fände ich würdelos, nicht, wenn man kleine Korrekturen machen lässt, um sich gepflegter und wohler zu fühlen. Ich habe das für mich und die mich umgebenden Menschen gemacht, weil mir mein Äußeres wichtig ist. Botox lehne ich allerdings ab als Schauspielerin. Das Spiel lebt von der Mimik, die dann mitunter nicht mehr so gut funktioniert. Und ab einem bestimmten Alter hat man lieber ein paar Kilo zu viel. Ich koche, esse und trinke gerne. Sinnlicher Genuss ist wichtig für mich, kochen und essen gemeinsam mit Freunden.“
 
Lesen Sie hier das komplette Interview.
 
Veronika-Marie von Quast wurde 1946 als Veronika-Marie Baecker in Berchtesgaden geboren. 1983 wurde sie vom Bayerischen Rundfunk für ein Lachmagazin entdeckt, woraus sich ihre eigene Sketchshow Kanal fatal entwickelte, die sie von 1986 bis 2011 als Fräulein Vroni moderierte. Bekannt wurde von Quast auch als Darstellerin der früheren Bayern-SPD-Vorsitzenden Renate Schmidt beim Singspiel des Starkbieranstichs auf dem Nockherberg. Von Quast war in etlichen Kabarett- und Kleinkunstprogrammen zu sehen, spielte im Münchner Volkstheater und in der Komödie im Bayerischen Hof. 1973 heiratete sie Christoph von Quast. Sie ist die Mutter der Schauspielerin Nini von Quast und eines Sohnes, hat fünf Enkelkinder und lebt in München.

(Foto: Susie Knoll)

AKTUELLES

Tage des Innehaltens in Südtirol
Ein persönlicher Erfahrungsbericht

von Gina Ahrend

„Tage des Innehaltens“ – Zeit haben, nach innen und außen zu hören, zu fühlen, die Welt um sich herum wirklich wahrzunehmen, sich selbst zu spüren, ist ein Wunsch vieler Menschen in unserer heutigen hektischen Zeit. Wir fühlen uns überfordert von der Fülle der anstehenden Termine, alles geht schneller, ist oberflächlicher, unverbindlicher, so hat man jedenfalls den Eindruck. Da kommen „Tage des Innehaltens“, zumal inmitten der Weinberge, im Schloss Rechenthal in Südtirol, gerade recht. Anselm Bilgri, Nikolaus Birkl und Georg Reider, die Referenten, bieten in den dreieinhalb Tagen eine stimmige Mischung aus Meditation, Impulsvorträgen, Naturerlebnis, gutem Essen, ernsten Gesprächen und launigen Abendsymposien. Inspirierende, aufbauende Tage – da sind sich alle in der Schlussrunde einig. Jeder nimmt etwas mit, auch wenn es manchmal mehr Fragen als zu Beginn sind. Aber Fragen sind der Anfang aller Entwicklung.
 
Mein persönlicher Bericht:
.... Wir treffen uns zu Abendessen und Vorstellungsrunde im Kellergeschoss im Wintergarten und inspizieren schon mal den Meditationsraum, ein hohes, ansprechend weiß gestrichenes Kellergewölbe, wo uns Nikolaus Birkl erklärt, wie der kommende Morgen mit der nicht obligatorischen Geh- (Kinhin) und der obligatorischen Morgenmeditation ablaufen wird. Wir suchen uns unsere bevorzugten Sitzgelegenheiten aus, Hocker, Bänkchen oder Kissen. Danach warten schön arrangierte kalte Teller auf uns und der gemütliche Teil kann starten. Und nachdem alle ausreichend gesättigt sind, beginnt die Vorstellungsrunde: Neun Männer und zwei Frauen stellen sich kurz vor.

(Foto: Oliver Gall)
Lesen Sie hier den gesamten Bericht.


Letzte freie Plätze für das nächste Seminar vom 5. bis zum 9. September 2018 in Schloss Rechtenthal in Südtirol
 
Weitere Informationen und Anmeldung hier.
 

Neues Seminar in Vorbereitung:
"Innehalten im Weinberg" vom 24.04. - 28.04.2019

Die Akademie der Muße plant ein Seminar „Innehalten im Weinberg“. Zusammen mit Sophie Gräfin Goëss-Enzenberg vom Weingut Manincor in Kaltern (Südtirol), www.manincor.com, bieten wir vom 24. bis 28. April 2019  (je ein Anreise- und Abreisetag) drei Tage mit Meditation, Zeiten der Stille, Impulsen von Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl, Begegnung mit und Bewegung in der Natur im Weinberg und natürlich dem Genuss seiner Produkte an. Untergebracht sind wir im Bildungshaus Schloss Rechtenthal in Tramin. Näheres in unserem nächsten Newsletter.

(Foto: Manincor)


WAS WIR LIEBEN.

"Veränderung ist das Einzige, worauf wir uns wirklich verlassen können."

(Lebensweisheit)
 

Rückblick auf unser Symposi0n am 14.05.2018


von Nikolaus Birkl
Symposion am 14.05.2018
zum Thema "Kommunikation"

Und wieder einmal war unser Symposion in der Tiroler Stube des Conti Restaurants in München gut besucht. Auf den anfänglichen Impuls von Nikolaus Birkl hat sich eine sehr differenzierte und für alle Seiten interessante Diskussion ergeben.

Lesen Sie nebenan einen kurzen Ausschnitt aus diesem Impuls.
Ausschnitt aus dem Impuls
von Nikolaus Birkl


... Lassen Sie mich das am Beispiel einer sprachlichen Kommunikation erläutern: Da hat also der A eine Information, eine Erkenntnis in sich konstruiert und will diese nun sprachlich an den B weitergeben. Er kann ihm hierfür aber nicht ein Päckchen mit der Information reichen, er kann ihm nur mit dem Kehlkopf erzeugte Schallwellen zusenden, also ein Signal. Dieses Signal trifft auf das Trommelfell des B und dieser konstruiert in sich daraus wieder eine Information. Das kann aber niemals dieselbe sein, sie kann nur ähnlich sein, voll von Deutungen und Konstruktionen des B. Die einzig sinnvolle Frage lautet also nicht „Haben Sie mich verstanden?“, sondern „Was haben Sie verstanden?“. Paul Watzlawick, der berühmte Psychologe und Kommunikations-Wissenschaftler, sagt daher: „Was ich gesagt habe, weiß ich erst, wenn ich die Antwort gehört habe ...“....

Lesen Sie hier den gesamten Impuls.

NEUIGKEITEN

 

Vom Pater zum Pastor

In beigefügtem Interview mit der Zeitung "Dolomiten" berichtet der frühere Franziskaner-Provinzial Georg Reider über seine Ordination zum Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche.

"Lutherisch werden" - das war bis vor einigen Jahrzehnten noch gleichbedeutend mit "abtrünnig", ja "glaubenlos" werden. Georg Reider, der frühere Provinzial der Franziskaner in Südtirol, ist "lutherisch" geworden. Seit 28.04.2018 ist er Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Er habe den Reichtum dieser Konfession entdeckt, sagt er in einem Gespräch mit "Dolomiten".
 
Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

TIPP

Kalender-Tipps


Natural Zen
Mit Zitaten aus dem Zen-Buddhismus
Meditative Szenen aus der Natur, gepaart mit achtsamen Zitaten aus dem Zen-Buddhismus zur monatlichen Versenkung in die Stille der Natur
Weingarten, ISBN 978-3-8400-7562-9, Monatskalender mit 13 Farbfotos, Format 46 x 48 cm, Ladenpreis 25,- Euro
https://weingarten-kalender.de/natural-zen-2019/
 









Die Stille des Augenblicks
Die atemberaubende Schönheit der Natur kommt in den meditativen Fotografien international bekannter Fotografen zur Geltung
Weingarten, ISBN 978-3-8400-7590-2, Monatskalender mit 13 Farbfotos, Format 34 x 44 cm, Ladenpreis 19,99 Euro 
https://weingarten-kalender.de/die-stille-des-augenblicks-2019/




 

VERANSTALTUNGEN

 
05.09. – 09.09.2018          Tage des Innehaltens (Retreat für Führungskräfte)
                                           Referenten: Anselm Bilgri, Dr. Nikolaus Birkl, Dr. Georg Reider
                                           Preis: 2.142 €* (ohne Unterkunft und Verpflegung); bei
                                           wiederholter Teilnahme abzgl. 214,20 €* pro Folge-Seminar,
                                           mind. jedoch 1.190 €*
                                           Ort: Schloss Rechtenthal, Tramin (Südtirol, Italien)
 
17.09.2018                         Symposion
                                           Thema: "Ent-Täuschung"
                                           Moderator: Dr. Nikolaus Birkl
                                           Preis: 20 €*
                                           (zzgl. Essen und Getränke à la carte)
                                           Ort: Conti Restaurant, Max-Joseph-Str. 5, 80333 München
                                           Beginn: 19 Uhr

10.10. – 14.10.2018           Entschleunigung durch Fotografie -
                                           Eine Schule des Innehaltens und kreativen Sehens

                                           Referenten: Jürgen Müller, Anselm Bilgri, Dr. Nikolaus Birkl
                                           Preis: 1.980 €* (ohne Unterkunft und Verpflegung)
                                           Ort: Stimbekhof, Oberhaverbeck 2, 29646 Bispingen (Lüneburger Heide)

06.11.2018                         Salon Luitpold
                                           "Diskurse für eine gelassene Lebensführung"
                                           mit Frau Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags,
                                           Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl
                                           Ort: Palmengarten des Café Luitpold, München
                                           Beginn: 20 Uhr
                                          
Eintritt frei

19.11.2018                         Symposion
                                           Thema: "Dankbarkeit"
                                           Moderator: Anselm Bilgri
                                           Preis: 20 €*
                                           (zzgl. Essen und Getränke à la carte)
                                           Ort: Conti Restaurant, Max-Joseph-Str. 5, 80333 München
                                           Beginn: 19 Uhr

*alle Preise inkl. 19 % MwSt.
 
weitere Veranstaltungen hier


MUßE FÜR EINSTEIGER

"JA! zum Leben und
zu sich selbst sagen"

von Evi Hammer

Optimieren bedeutet, dass wir etwas haben oder sein möchten, was wir nicht haben oder nicht sind, oder wir etwas ablehnen, was wir haben oder sind. Wir wünschen uns mehr Geld, einen besseren Job, einen liebevolleren Partner, eine bessere Figur, eine schönere Wohnung, lukrativere Aufträge, usw., usw., usw. Damit sagen wir jedes Mal "NEIN" zum Leben und zu uns selbst. Wir kämpfen gegen das Leben an, geraten unter Druck, werden unzufrieden und letztendlich unglücklich.

Wenn wir "JA" sagen zu dem, was und wie es nun mal gerade ist, geben wir unseren inneren Widerstand auf, und es kann eine ganz neue Sicht auf uns selbst, andere Menschen, Situationen, Orte und das Leben entstehen. Sagen wir ein grundsätzliches "JA" zu uns selbst, zu allem, zu jeder Eigenschaft und zu jedem Zustand in uns selbst! Ein "JA", das auch alle Schwächen und Fehler einschließt. Ein "JA" zum eigenen Mensch-SEIN.

Anzunehmen, was ist, bedeutet nicht, dass wir in eine passive Haltung verfallen müssen, dass wir nichts verändern dürfen und können. Sobald wir etwas erst einmal ohne inneren Widerstand akzeptiert haben, wie es ist, können wir im nächsten Schritt ruhig und gelassen entscheiden, wie wir damit umgehen möchten. Und vielleicht möchten wir dann ja etwas optimieren ;-) Die innere Haltung dazu ist jedoch eine vollkommen andere!



IMPRESSUM

Akademie der Muße

Feldstraße 12a
82166 Gräfelfing

Tel. +49 89 87130008
oder +49 172 8202315
http://www.akademie-der-musse.de


Fotografie

Jürgen Müller (Hamburg)

Redaktion

Gina Ahrend
Evi-Maria Hammer

 

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