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einfach. gesund. bauen.

 

LORENZ NEWS 3-2021

Themen aktuell

  1. LORENZ für mehr Klimaschutz
  2. Nostalgisches Upcycling statt Verschrotten
  3. Technisches Guter Schallschutz nachgewiesen 
  4. Köpfe des Strohbaus
  5. Veranstaltungshinweise Save the date
  6. Schlussworte Stroh - golden wie der Herbst - aus eigener Produktion 
1. LORENZ für mehr Klimaschutz

Die Klimaziele für umweltgerechtes Bauen sind klar: Ab 2050 wird EU-weit CO2 neutral gebaut. Viele Hersteller und Anbieter stellt das vor riesige Herausforderungen. LORENZ verfolgt mit seinem Portfolio einen konsequent ökologischen Ansatz, der einen langen Weg braucht, um breite Akzeptanz am Markt zu finden. Wie das gehen kann:
 
# (lokal) Klimabündnis Taucha
I. LORENZ ist Impulsgeber und Mit-Initiator beim Klimabündnis Taucha:  
Die Klima-Initiative Taucha für mehr lokalen Klimaschutz und Wissenstransfer - vorgestellt in einem Aktionsvideo. Ab 3:40min erscheint der Besuch beim LORENZ-Team. 
# (regional) Nachhaltigkeitsgipfel
II. LORENZ ist Plattform-Anbieter beim 2. Nachhaltigkeitsgipfel für Vertreter des Landes, u.a. dem Sächsischen Staatsminister für Regionalen Aufbau, Thomas Schmidt, MdL. >> mehr dazu 


Bild1: vlr. Rainer K. Schmidt (Geschäftsführer Lorenz GmbH), Antje Brumm (Landratsamt Nordsachsen), Dr. Christine Schenderlein, MdL 

# (bundesweit) Internationale Passivhaustagung Wuppertal
III. LORENZ hat einen Impulsvortrag über die Vorteile des Bauens mit Stroh vorgestellt. >> mehr dazu

# (europaweit) European Strawbale Gathering
IV. LORENZ war beim European Strawbale Gathering (ESBG) dabei zur Vernetzung mit StrohbauerInnen aus ganz Europa. Die wegweisenden Vorträge sind online abrufbar. >> mehr dazu
 
2. Nostalgisches Upcycling statt Verschrotten

Nachhaltig leben bedeutet auch, Verbrauchtes darauf zu prüfen, ob nicht eine andere Nutzung möglich ist. So geschehen mit einer ausgemusterten Strohpresse (Baujahr 1969, VEB Landmaschinenbau), die wir verwuchert unter einer Brombeerhecke entdeckt hatten. Maschinell verpresstes Stroh ist das Kernstück der Produktionsweise von LORENZ-Modulen, daher lag es nahe, dieses „Relikt“ künstlerisch aufzuwerten und vor der LORENZ -Zentrale aufzustellen. Federführend bei der Umgestaltung war Graffiti-Künstler Ilja van Treeck (www.uperium.de), für den das Projekt „mit eines der außergewöhnlichsten“ war.    


Bild 2: Strohpresse aus DDR-Produktion, 60-er Jahre


Bild 3: Die Strohpresse als Kulisse des Nachhaltigkeitsgipfels. Abgebildete Diskussionsteilnehmer: Jens Jähnig, Geschäftsführer Jähnig GmbH, Sven Wilhelm, Senator im Senat der Deutschen Wirtschaft, Thomas Schmidt, MdL, Sächsischer Staatsminister, Frau Dr. Christiane Schenderlein, MdL Frau Antje Brumm, Landratsamt Nordsachsen.
3. Technisches Guter Schallschutz nachgewiesen 

Bekannt ist Stroh für seine hervorragenden Wärmedämmeigenschaften. Seine schalldämmende Wirkung war bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Im Rahmen des Interreg-Projekts UP STRAW (www.bau-mit-stroh.de) wurden im Frühjahr erstmals bauakustische Messungen in einem strohgedämmten Gebäude durchgeführt. Initiiert wurde der Schalltest von Architekt Dirk Scharmer (DELTAGRÜN Architektur) im neu gebauten Gästehaus in Sieben Linden. Alle untersuchten Bauteile erfüllen den baurechtlich bindenden Mindestschallschutz nach DIN 4109:2016 und erreichen darüber hinaus den „erhöhten Schallschutz“ nach DIN 4109:1989, Beiblatt 2 und der DIN 4109–5:2020. Fachgerechter Strohbau kann demnach ebenfalls erwiesenermaßen im Bereich Schallschutz mit anderen Bauweisen mithalten. >> mehr dazu


Bild 4: Symbolbild Schallschutz
4. Köpfe des Strohbaus 

# Die Newsletter-Serie: 
Was treibt unsere Branche an und welche persönliche Story steckt hinter jedem einzelnen Akteur? Das hat uns interessiert und wir freuen uns, unsere Fragen an echte Pioniere und Visionäre stellen zu dürfen. In dieser Ausgabe ist Ulrich Steinmeyer, Gründer und Initiator von Ökologisch Bauen und Biber GmbH, LORENZ' Interviewpartner.  

Was treibt Dich an? Weswegen engagierst Du Dich für Strohbau?
Vor rund 30 Jahren haben wir uns in unserer Landkommune gefragt, wie wir nach Studium/Ausbildung unseren Unterhalt verdienen wollen. Ökologisch und selbstverwaltet sollte es schon sein. Dabei kam dann auf Grund der eigenen Erfahrungen mit der Sanierung des alten Hofes der Biber, ein Naturbaustoffhandel mit Handwerksbereich in Verden heraus, den wir vor 27 Jahren gründeten und der inzwischen ganze ökologische Gebäude vermarktet und baut und 16 Mitarbeiter*innen hat.

Wie bist Du zum Strohbau gekommen?
Das war ein Teil der Weiterentwicklung des Ökozentrums in Verden hin zum "Norddeutschen Zentrum für nachhaltiges Bauen". Strohbau als besonders ökologische Variante war dabei naheliegend. So waren wir zuerst an einem Forschungsprojekt beteiligt, auf dessen Ergebnissen die derzeitige Zulassung der direktverputzten Strohbauweise beruht. Mit den Ergebnissen konnten wir dann den 5-geschossigen Strohbau in Verden bauen und weitere Projekte wie ein Mehrfamilienhaus.


Bild 5: Porträt Ulrich Steinmeyer


Was müsste Deiner Meinung nach an Innovation geschehen, dass das Thema noch breiter vorankommt?
Die wichtigsten Neuerungen, um das Thema in die breite Anwendung zu bekommen liegen bei einer Bauförderung, die die Klimarelevanz der Bauphase angemessen berücksichtigt. Die derzeitige Förderung fördert vor allem die Nutzungsphase bei Gebäuden. Der Effekt, der dabei erreicht wird, ist etwa so groß, wie der Unterschied bei den Baustoffen. Die KfW Förderung ist daher nur halb so gut, wie sie sein könnte. Das gehört dringend geändert.
Andere Felder, die bearbeitet werden müssten, liegen im Bildungsbereich, damit es genug Handwerker gibt, die das auch umsetzen können. Zuletzt wären Innovationen hilfreich, die die Umsetzung der Bauten vereinfachen. LORENZ' System ist dabei schon einen guten Schritt voran gegangen. Standardisierte Baukonstruktionen wären schön. Außerdem sollte das Thema Holzeinsatz angegangen werden. Mehr Stroh, weniger Holz in der Konstruktion wäre gut, um damit in größerem Umfang bauen zu können.


Wie siehst Du den Strohbau in 10 Jahren?
Der hat erhebliches Potential, da der Rohstoff in sehr großem Umfang verfügbar ist, ohne in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln oder anderen hochwertigen Nutzungen zu kommen. Wenn die Politik gegen den Klimawandel ernst macht, dann gibt es im Gebäudebereich wenig bessere Lösungsansätze, die so umfangreich angewendet werden können. Wenn das ernsthaft runtergebrochen wird, dann wird der Strohbau sehr weit vorne stehen und eine breite Anwendung finden.
 
Dein Traum - Strohprojekt wäre... 
Ein ganzes Stadtviertel mit Holz- und Strohbauten mit einem sehr geringen ökologischen Fußabdruck, verdichteter Bauweise, regenerativer Energieerzeugung und ökologischer Landschaftsgestaltung. Wir arbeiten in Verden an einem konkreten Vorhaben, damit das in ca. 3 Jahren hier entstehen kann.

Wir danken Dir, Ulrich, für das Teilen Deiner Gedanken! 
 
5. Veranstaltungshinweise Save the date 
 
In den nächsten Wochen finden folgende Veranstaltungen oder Seminare in der Strohbaubranche statt: 
Angebote der Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung (BiWeNa): >> mehr dazu
Angebote des Fachverbandes Strohballenbau (FASBA): >> mehr dazu 
Branchentag Naturbau von Ökoplus in Zeulenroda am 01.-03.10.2021: >> mehr dazu
6. Schlussworte Stroh - golden wie der Herbst - aus eigener Produktion

Nahe der LORENZ-Produktionsstätten befinden sich Felder, auf dem Stroh für unsere DD-Serie heranwächst. Dieser Umstand ist zweifach bedeutend: zum einen verbessern kurze Lieferwege die Ökobilanz der Produktlinie, zum anderen beginnt die Rohstoffkompetenz bei LORENZ nicht erst ab der kaufmännischen Beschaffung sondern direkt auf dem Feld.    


Bild 6: Stroh aus eigener Ernte, ca. 60 Tonnen 

Nicht ohne Demut vor den mächtigen Lebenszyklen der Natur hat LORENZ im August eigenhändig abgeerntet. Und einen besonderen Moment - als die untergehende Sonne das Stroh gold aufleuchten lässt - festgehalten, um ihn hier zu teilen. Wir wünschen allen einen goldenen Herbst!  
LORENZ – einfach. gesund. bauen.


Lorenz GmbH, Am Steinbruch 16, D-04425 Taucha
Tel.:  +49 (0) 34298 20 99 36 (Zentrale)
Fax.: +49 (0) 34298 20 99 40
Mail: info@lorenzsysteme.de
web: www.lorenzsysteme.de


V.i.S.d.P.:
Rainer Schmidt


 


 

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Kontakt

Lorenz GmbH
Am Steinbruch 16
04425 Taucha

+49 34298 209936

info@lorenzsysteme.de
lorenzsysteme.de



 

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