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Zukunftswerk eG mit Weihnachtswünschen, Emissionszertifikaten aus dem Allgäu, dem Film "Die stille Revolution", leckerem Eis von Nomoo, einem Gespräch mit Jasper Deindl, dem Sustainability Image Score Index und anderen spannenden Themen.
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Vorweihnachtliche Grüße aus Starnberg und Wien


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kunden, Partner und Freunde,

es sind beeindruckende Zahlen: Mit einem Umsatz von 2,4 Mrd. Euro (15 % mehr als 2017) rechnete der Handelsverband Deutschland (HDE) am Black Friday und am Cyber Monday, denn immer mehr Kunden*innen gehen an diesen beiden Tagen gezielt auf Schnäppchenjagd.

Die großen Warenhäuser freuen sich, denn die konstruierten Konsumfeiertage tragen maßgeblich zum vorweihnachtlichen Umsatz bei. Eine andere Sichtweise auf den massenhaften Konsum hat José Mujica, ehemaliger Präsident von Uruguay:

„Wir haben Berge von überflüssigem Bedarf angehauft. 
Ständig müssen wir kaufen, wegwerfen, kaufen …
Es ist unser Leben, das wir verschwenden. 
Denn wenn wir etwas kaufen, bezahlen wir nicht mit Geld.
Wir bezahlen mit unserer Lebenszeit, die wir aufwenden mussten,
um dieses Geld zu verdienen.
Der Unterschied ist: Leben lässt sich nicht kaufen.
Es vergeht einfach.
Es ist schrecklich, dein Leben zu verschwenden,
indem du deine Freiheit verlierst.“

Vielleicht häufen wir dieses Jahr nicht noch mehr Sachen an, von denen wir ohnehin schon genug haben. Vielleicht schenken wir uns statt dessen Zeit, Sinn und Zuwendung. Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen eine wunderbare (Vor-) Weihnachtszeit und alles Gute im neuen Jahr.


Herzliche Grüße
Zukunftswerk eG

Matthias Reichhart
Partner

Emissionszertifikate vom Biomassehof Allgäu
 
Der Biomassehof Allgäu hat nicht nur die Rechtsform der Genossenschaft mit Zukunftswerk gemeinsam, er setzt sich auch mit der Produktion von Pflanzenkohle aktiv für den Klimaschutz ein.
 
Die Herstellung von Pflanzenkohle war früher sehr aufwändig: Bereits seit Beginn der Eisenzeit wurde Pflanzenkohle in sogenannten Kohlenmeilern hergestellt. Als Ausgangsstoff wurde dafür meist Holz, aber auch Stroh verwendet. Bei diesem traditionellen Verfahren ist die Ausbeute an Kohle relativ gering und die Pyrolysegase entweichen ungenutzt in die Atmosphäre.

Heute kann dieser Prozess künstlich nachgeahmt werden. In einer technischen Anlage zur pyrolytischen Verkohlung wird Biomasse (z. B. Grünschnitt, Hackschnitzel oder Getreidespelzen) eingeführt. Diese erhitzt sich in einem Bioreaktor ohne Sauerstoff und verkohlt bei Temperaturen zwischen 275 und 1.000 °C. Was früher Millionen Jahre (Braun- oder Steinkohle) bzw. mehrere Wochen (Pflanzenkohle) brauchte, dauert heute gerade einmal eine halbe Stunde.
 
Die Einsatzmöglichkeiten von Pflanzenkohle sind vielfältig: Sie reichen vom Bodenverbesserer und Trägerstoff für Düngemittel über Futtermittelzusatz, Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittelfarbe bis hin zur Medizinalkohle bei Durchfallerkrankungen. Uns gefällt am besten das Potenzial als Kohlenstoffsenke: Pflanzenkohle besteht größtenteils aus reinem Kohlenstoff, der von Mikroorganismen nur sehr langsam abgebaut werden kann. Wird diese Pflanzenkohle in landwirtschaftliche Böden eingebracht, bleibt ein Anteil von über 80% des Kohlenstoffes für mehr als 1.000 Jahre stabil und stellt somit eine Möglichkeit dar, Kohlendioxid langfristig der Atmosphäre zu entziehen und dadurch den Klimawandel abzubremsen.
 
Knapp 600 Tonnen CO2 bindet die Pflanzenkohle des Biomassehofs Allgäu pro Jahr. Der Biomassehof stellt hierüber regionale Emissionszertifikate aus, mit denen andere Organisationen ihre CO2-Emissionen ausgleichen können. Wir werden als Zukunftswerk von Kunden immer wieder nach solchen regionalen Klimaschutzzertifikaten gefragt. Wir freuen uns daher, dass wir Ihnen als Partner des Biomassehofs Allgäu dieses schöne Projekt anbieten dürfen, mit dem sie eine regionale Klimaschutzmaßnahme unterstützen.
 
Für den Fall von Fragen zu diesem Thema und Ihres Interesses an Pflanzenkohle vom Biomassehof Allgäu wenden Sie sich bitte an Katrin Tremmel.

Foto: Markus Winkler auf Unsplash

Filmtipp: Die stille Revolution

Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich. Die Herausforderungen der Zukunft, wie z. B. die zunehmende Digitalsierung, der sich schnell vollziehende Wandel von Paradigmen oder der zunehmende Fachkräftemangel, fordern eine neue und andere Unternehmenskultur. Wer ein Unternehmen leitet, der weiß, dass dieser rapide Anstieg von Komplexität die größte Herausforderung ist, der sich Unternehmen stellen müssen.

Einen radikalen Wandel in der Führung eines Unternehmens zeigt der Film Die stille Revolution. Der Kinofilm zum Kulturwandel in der Arbeitswelt von Regisseur Kristian Gründling nach einer Vision von Bodo Janssen gibt Antworten auf diese Fragen und weitere tiefe Einblicke auf einer Reise, die zukunftsorientierte Unternehmen nun nach und nach antreten.

Der Film zeigt im dokumentarischen Stil am Beispiel des Unternehmens Upstalsboom, wie der Wandel von der Ressourcenausnutzung hin zur Potentialentfaltung gelingen kann. Er illustriert, wie das Thema "Kulturwandel in der Arbeitswelt" gesellschaftlich zu verankern ist und gibt dem Zuschauer individuelle Impulse und Mut, etwas zu verändern. Den Trailer zum Film finden Sie hier.

Wie auch Sie die Herausforderung neuer Führungskonzepte annehmen, welche Methoden es gibt, Ihren Mitarbeitern Sinn zu vermitteln oder Schwierigkeiten in der Unternehmenskultur nachhaltig zu beheben, für all diese Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Foto: Die stille Revolution

Gespräch mit Jan Grabow, Mitgründer von Nomoo Eis

Wir dürfen mit wunderbaren Unternehmen und Menschen arbeiten. Darunter befindet sich auch Nomoo Eis. Das vegane Eis von Nomoo besteht zu 100% aus pflanzlichen Zutaten in Bio-Qualität und verzichtet auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Wir haben uns mit Jan Grabow unterhalten, Mitgründer von Nomoo:

Jan hat sich mit dem Thema Klimawandel beschäftigt und musste erkennen, dass wir eine große Chance haben, etwas daran zu ändern - und zwar dadurch, dass wir weniger tierische Produkte konsumieren. Das Problem bei tierischen Produkten ist, dass man große Mengen an Ressourcen für die Futtermittelherstellung aufbringen muss, die man stattdessen auch direkt für den Anbau pflanzlicher Nahrung verwenden könnte. Der Schlüssel liegt also in einer größtenteils pflanzlichen Diät. Da der Großteil der Menschen sich aber überwiegend aus tierischen Produkten ernährt, muss eine Umstellung stattfinden. Diese Umstellung gelingt nur, wenn die pflanzlichen Produkte, die dann häufig in Konkurrenz zu ihren herkömmlichen Alternativen stehen, genau so gut oder besser schmecken. Das hat Jan Grabow bewogen, Nomoo Eis zu gründen.

Inzwischen hat Nomoo vier Sorten von Eiscreme: Mango, Himbeere, Erdnuss und Kakao. Im März 2019 sollen zwei weitere Sorten auf den Markt kommen. Dezeit ist das Nomoo Eis überwiegend im Rheinland in Supermärkten und ausgewählten Gastronomie-Betrieben erhältlich. Für 2019 plant Nomoo, deutschlandweit vor allem in urbanen Regionen erhältlich zu sein. Mit zunehmender Bekanntheit will Nomoo mehr über wichtige Themen, wie zum Beispiel nachhaltige Ernährung, sprechen und sich überall, wo es geht, für eine bessere Zukunft engagieren.

Nomoo verfolgt einen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz und verknüpft drei Eigenschaften, um die Produkte nachhaltiger zu machen: Ausschließlich pflanzliche Zutaten, alle Zutaten in Bio-Qualität und biologisch-abbaubare Verpackungen, die 100% frei von Plastik sind. Der verbleibende CO2-Fußabdruck des Unternehmens und der Produkte wird um das Doppelte ausgeglichen. Somit kann Nomoo seinen Kunden mit voller Überzeugung sagen, dass das Nomoo Eis nicht nur sehr lecker, sondern auch sehr nachhaltig ist.

Foto: Nomoo Eis

Vier Fragen an ... Jasper Deindl

Machen Sie sich ein Bild von den Menschen, die für Zukunftswerk arbeiten. Wir stellen Ihnen heute Japser Deindl vor, der als Student das Zukunftswerk engagiert unterstützt.

Welche Aufgaben übernimmst Du bei Zukunftswerk?
Ich bin für Zukunftswerk auf Twitter aktiv, trage zum Newsletter und zu aktuellen Kommunikationsprojekten bei und trete mit Unternehmen in Kontakt, mit denen wir gerne zusammenarbeiten möchten. Das mache ich neben meinem Studium der Soziologie, Politik und Wirtschaft an der Zeppelin Universität am Bodensee.

Was treibt dich an?
Ich habe große Lust darauf, mit inspirierten Leuten gute Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Nachhaltigkeit ist meiner Meinung nach eine grundsätzliche Einstellung und bedeutet für mich, die Lust auf eine gute Zukunft. Mich begeistert es, eine solche Zukunft ein Stück weit mit zu gestalten.

Was macht Zukunftswerk für Dich einmalig?
Bei Zukunftswerk bündeln sich die besten und aufregendsten Konzepte rund um Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und im öffentlichen Sektor. Die Leute hier brennen für das, was sie machen und sind am Puls der Zeit. Ich glaube, hier viel lernen und anpacken zu können. Denn darum geht es für mich beim Zukunftswerk; Teil der Veränderung zu sein und anzupacken.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft?
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir momentan kollektiv die Chance haben, eine grüne, gerechte und für alle lebenswerte Zukunft zu gestalten. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen diese Chance nutzen und unsere Generation zu einem starken Katalysator für solidarische, nachhaltige Gesellschaftstransformation wird. Wobei wünschen natürlich nicht genug ist, “Anpacken” ist das Stichwort!

Foto: Ralf Luethy

Konsument*innen setzen auf Nachhaltigkeit

Seit sieben Jahren untersuchen nun Facit und Serviceplan, welche Marken Konsumenten für „nachhaltig“ halten. Aus den Ergebnissen wird der Sustainability Image Score (SIS) Index erstellt. Mittlerweile legen rund 70 Prozent der Kunden beim Kauf Wert auf die Nachhaltigkeit der Produkte oder des Unternehmens. Und nur ein geringer Teil der Kunden empfindet Nachhaltigkeit als irrelevant. ​​
 
Dabei gilt für 59 Prozent der Bevölkerung, dass sie unentschlossen und ambivalent zu dem Thema stehen. Hierzu zählen beispielsweise Personen, die Bioprodukte kaufen, sich aber nicht von ihrem SUV trennen können. Für Unternehmen stellt diese Gruppe ein großes Marktpotenzial dar; sie gilt es zu überzeugen. Anders als die 31 Prozent der Bevölkerung, denen Nachhaltigkeit egal ist. Kaufentscheidungen werden von diesen nach anderen Kriterien getroffen. Gute zehn Prozent der Bevölkerung können der Studie zufolge als „Überzeugungstäter“ bezeichnet werden. Nachhaltigkeit ist für sie bei Kaufentscheidungen ein bestimmender Faktor. Produkte mit einem nachhaltigen Image werden von ihnen eindeutig bevorzugt. Nach Facit-Einteilung sind die „anspruchsvollen Querdenker“ und die „engagierten Akademiker“ besonders empfänglich für das Argument der Nachhaltigkeit.

Bei dem Sustainability Image Score Index (SIS) wird auch das Image verschiedener Branchen und Unternehmen unter die Lupe genommen. In diesem Jahr enthält der SIS 109 Marken aus 15 Branchen. Neu dabei sind Bier und Körperpflege und prompt konnten sich Unternehmen aus diesen Kategorien unter die Top-Ten der Marken mit nachhaltigem Image schieben. Dazu gehören: Miele, Erdinger, Radeberger, Landliebe und Kneipp. Interessant ist auch ein Blick auf das hintere Ende der Liste. Dort finden sich vor allem Fast-Food-Anbieter, Textil-Discounter, Autohersteller und Banken. Die Deutsche Bank steht auf dem letzten Platz.


Die Online-Befragung von mehr als 18.000 Verbrauchern ergab dabei, dass Konsumenten nicht pauschal nach Branchen urteilen, sondern die jeweilige Unternehmenskultur sehr wohl wahrnehmen. 

Damit liegt nahe, dass Nachhaltigkeit das Image der Unternehmen zunehmend beeinflusst, wie auch die Studienergebnisse belegen. Genauso ist sie ein Treiber für neue Geschäftsmodelle. Für Unternehmen ist es daher von enormer Bedeutung, eine langfristige und vor allem glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie zu verfolgen. Es ist wichtig, Corporate Responsibility im Unternehmen auf allen Ebenen „zu leben“ und dies nach innen und nach außen wirksam zu kommunizieren. Die Top-Ten Unternehmen des SIS werden von den Verbrauchern stets als besonders vertrauenswürdig und langfristig ausgerichtet wahrgenommen: Die Mieles, Kärchers und BMWs verstehen es besonders gut, Marketing und Kommunikation in den Zusammenhang mit Nachhaltigkeit zu bringen.

Wenn Sie sich jetzt fragen, was Ihnen Nachhaltigkeit über das positive Image hinaus noch bringt, dann haben wir für Sie noch weitere Gründe auf unserem Blog zusammengestellt. Oder Sie kontaktieren uns direkt, wir sind Ihnen gerne bei der Entwicklung Ihres nachhaltigen Images behilflich.

Abbildung: Horizont, Quelle: Facit  

Keine Weihnachtskarten von Zukunftswerk

Wir liebten sie, unsere Weihnachtskarten. Aber wir haben uns zugleich gefragt, ob wir sie wirklich brauchen. Deshalb versuchen wir es in diesem Jahr einmal ohne. Statt dessen erhöhen wir den Betrag, den wir für soziale und ökologische Projekte spenden. Was genau wir im Jahr 2018 unterstützt haben, das erfahren Sie im nächsten Newsletter. Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachten, wunderbare Feiertage und einen großartigen Start in 2019!
 
Foto: rawpixel auf Unsplash


Sie können sich hier von der Liste der Empfänger des Zukunftswerk-Newsletters austragen.