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Hallo in die Runde!

Nun ist er da, der Monat mit den vielen Trauertagen. Der, mit dem dramatisch abnehmenden Licht. So gesehen, spiegelt die Natur diesen Eindruck. Es ist aber auch der Monat des Gedenkens, des Innehaltens und der Monat, in dem wir unsere Hoffnung nähren können.

Der Hoffnungsmonat

Die Erntezeit ist definitiv vorüber, nur die Zuckerrüben werden unermüdlich über unsere Straßen transportiert. Ansonsten ist das Jahr landwirtschaftlich gelaufen. Die harte Zeit der durchgearbeiteten Tage und Nächte weicht einer Zeit zum Ausruhen. Zumindest ist das eine berechtigte Hoffnung.

Pandoras Büchse

Pandora ist die Frau aus der griechischen Sagenwelt mit der unheilvollen Büchse. Alle Übel der Welt waren in dieser Büchse gefangen. Und Pandora öffnet sie, obwohl sie es nicht soll. Die Analogie zu unserer Zeit ist offensichtlich. Es scheint, als würde alles Übel auf einmal drohen, über uns hereinzubrechen. Das Schlimme daran ist, dass wir manches Üble selbst erschaffen haben. Doch darum soll es in meinem Brief an dich nicht gehen. Vielmehr gibt es noch etwas, das am Boden der Büchse der Pandora zu finden war. Neben den Übeln lag dort Hoffnung.

Hoffnung gehört dazu

Hoffnung gehört zu Krisen und Katastrophen ebenso wie zum Menschen. Ja, Menschen haben Hoffnung. Immer wieder. Gegen jede Vernunft. Und das ist gut so, weil wir ohne Hoffnung nur sehr schwer leben können. Also erkläre ich den Trauermonat zum Hoffnungsmonat.

Nun ist die Frage, sollen wir die Büchse öffnen oder sollen wir sie verschließen? Dann bräuchten wir einen besonderen Schlüssel. Ich weiß nicht, wie dein Verhältnis zu Schlüsseln ist. Als Kind wollte ich immer unbedingt wissen, wofür der Schlüssel war. Oder, was ich damit öffnen konnte. Heute ist es immer noch so, nur mit weniger Neugierde. In jedem Fall bin ich für öffnen. Allein schon deswegen, weil Hoffnung zuletzt stirbt. Dennoch ist sie ein zartes Pflänzchen. Eines, das Pflege braucht. Die Frage ist: Willst du ihr ewiges Leben einhauchen oder sie verkümmern lassen? Die Antwort ist einfach oder sollte es sein. Schau auf das folgende Bild.

Kannst du dir vorstellen, wie eine Pflanze unter solchen Bedingungen leben kann? Oder sich gar ausbreiten kann? Mich erstaunt es immer wieder, wie zäh viele Lebewesen in der Natur sind. Also hoffe ich auch dann, wenn es unwahrscheinlich erscheint. Und die Pflanze offensichtlich auch, sonst würde sie dort gar nicht versuchen zu wachsen. Jetzt stellt sich die Frage, wie pflanzliche Hoffnung sich ausdrückt. Und auf diese Frage habe ich keine Antwort. In jedem Fall weiß ich, menschliche Hoffnung ist meistens irrational. Selbst wenn sie begründet ist, hat sie immer einen Hauch von Waghalsigkeit. Das mag ich an ihr. Aber sie erfordert Mut, denn sie kann enttäuscht werden. So ist es mit allen kraftvollen Gefühlen.

Der 9. Monat

Genau wie der September und Oktober mal an einer anderen Stelle im Jahr waren als heute, hat auch der November in seinem Namen noch die 9, für lateinisch novem. Das lag daran, dass es im römischen Kalender weder Januar noch Februar gab. Das Jahr begann mit dem März.

Der November ist buchstäblich der Frühling- und der Herbstmonat. Je nachdem auf welcher Halbkugel du dich befindest.

Düstere Feiertage

Im November gedenken wir in unseren Breitengraden der Toten. Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag. Und auch das gehört dazu, dass wir uns mit der Trauer beschäftigen. Derer gedenken, die nicht mehr da sind. Und gleichzeitig auf ein eigenes, langes Leben hoffen. Und noch eine Hoffnung gehört in den November, die auf das Licht. Also doch der Hoffnungsmonat.

Zeit der Einkehr

Im Dezember wird es eine überarbeitete Version der Raunächte geben. Du findest die Information ab Dezember in den sozialen Medien. Also: Save the date. Es beginnt am 21. Dezember. In der dunklen Zeit des Jahres finde ich immer Raum zum Nachdenken. Das genieße ich sehr. Obwohl ich auch sonst gerne denke - besonders mit dem Herzen. In diesem Zusammenhang suche ich oft die richtigen Worte. Manchmal finde ich sie. Folgerichtig handelt davon mein neuer Blog.

Mit dem November beginnen die Nebelschwaden wieder die Welt einzuhüllen. Noch kann man den bunten Herbst erkennen, aber auch die Dunkelheit ist schon deutlich sichtbar. Zeit für Muße.

Was so los ist

Gerade arbeite ich an meinem neuen Buch, in dem alle Beyond Reality Texte zusammen verfügbar sind. Zusätzlich habe ich dort auch andere Texte und neue, unveröffentlichte Kurzgeschichten hinzugefügt. Das Ganze wird durch Bilder verschönert. Und so soll es auch optisch zu einem schönen Buch werden. Der Titel: “Zukunft gesucht - Mit der Kraft der Krise in eine neue Welt”. Es soll spätestens Anfang Dezember erhältlich sein. Mal sehen, ob wir das im Team gemeinsam schaffen.

Außerdem sind wieder neue Folgen meines Podcasts zugänglich, die du auf allen üblichen Plattformen finden kannst.

Das erste Interview aus meiner neuen Reihe: “Unter der Oberfläche. Inspirierende Gespräche für ein gutes Leben” ist demnächst online. Anne Fierhauser und ich werden uns in Zukunft 4 Mal im Jahr unterhalten. Im Vorbereitungsprozess sind schon Gespräche mit anderen spannenden Gästen in der Pipeline. Auch wenn solche Produktionen Arbeit bedeuten, machen sie mir unerwartet viel Spaß. Und natürlich hoffe ich, dass es dir beim Hören auch so geht.

Sogar der neue Text für “Da geht noch was” für das Onlinemagazin Vitalissimo ist aktuell verfügbar. Dieses Mal geht es darum, wie gutes Altern geht. Wenn es dich interessiert, findest du den Artikel hier.

Verschiedene Arten der Nahrung

Neben der geistigen Speise braucht es auch die körperliche. Ich möchte jetzt nicht über gesunde Ernährung sprechen, obwohl es auch viel Leckeres in gesunder Version gibt. Aber im Winter wird normalerweise mehr gebacken als im Sommer. Also erkläre ich die Kuchen-und-Kekse-Saison für eröffnet.

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich verschiedene Rituale entwickelt, um besser durch den Winter zu kommen. Auch das Backen ist ein solches Winterritual, das viele Herzen wärmt. Und ich zitiere meine Freundin, wenn ich den folgenden Satz schreibe: “Kuchenduft ist unschlagbar und wärmt mächtig.” Du siehst, derlei Rituale nähren auch deine Sinne. Darum frage ich dich: “Welches Winterritual ist deines?” In jedem Fall genieße, was immer du tust. Auf allen Ebenen!

Für die kommende Zeit wünsche ich dir viele ruhige Momente, die dich nähren und dir Hoffnung geben.