Willkommen zum monatlichen Gebetsbrief #UpForJustice
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Andere Sprachen unter  www.salvationarmy.org/isjc/ufj
Willkommen zur Neueste Ausgabe von #UpForJustice – einem monatlichen Informations- und Gebetsbrief der Internationalen Kommission für soziale Gerechtigkeit (International Social Justice Commission, ISJC) mit Sitz in New York City, USA.

Es gibt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) und diesen Monat beschäftigen wir uns mit SDG 17 – damit ist die Serie von Betrachtungen zu den SDGs also abgeschlossen. Als regelmäßige Leser von #UpForJustice werden Sie wissen, dass die SDGs bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) im September 2015 von allen 193 UN-Mitgliedstaaten unterzeichnet wurden. Die SDGs werden bis 2030 die Entwicklungsagenda in allen Ländern prägen. Lesen Sie unter www.salvationarmy.org/isjc/SDGs mehr über die SDGs. Die ISJC arbeitet zurzeit an der Veröffentlichung einer Broschüre mit allen Betrachtungen zu den 17 SDGs aus #UpForJustice. Diese soll in wenigen Monaten erscheinen. Diesen Monat betrachtet Kommandeurin Jane Paone, Vertreterin der Heilsarmee bei den Vereinten Nationen in Wien, das SDG 17: Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen.

Ziel Nr. 17 – Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen: Umsetzungsmittel stärken


Es besteht die Gefahr, dass die anderen 16 SDGs lediglich die Hoffnungen und Träume weniger Menschen bleiben, wenn das letzte Ziel, SDG 17 – Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen – nicht verwirklicht wird.
 
Vor ein paar Jahren nahm ich in Genf an einem anregenden Forum über die Situation von Frauen teil. Die Workshops und offenen Diskussionen erbrachten wertvolle Ideen. Doch ich erinnere mich, dass ich am Ende des Tages hörte, es komme nicht nur auf Gesetze, unterzeichnete Vereinbarungen, Finanzierung und Systeme an. Die grundlegende Bedingung für konkrete Veränderungen sei vielmehr „Umsetzung, Umsetzung und nochmal Umsetzung!“. Das gilt nach wie vor.
 
Weltweit mögen Menschen viele Stunden, sogar Tage mit Gesprächen darüber verbringen, was zu tun ist, damit wir mehr Gerechtigkeit in der Welt sehen. Doch wenn wir nicht bereit sind, mit unseren eigenen Nachbarn zusammenzuarbeiten, dann bleiben die Ideen – auch gute, kreative Ideen – genau das: Ideen. Eine nachhaltige Entwicklung erfordert inspiriertes Handeln, das echte, bleibende Auswirkungen hat. Wir können nicht alles selbst tun. Partnerschaften verändern etwas. Und bedenken Sie auch: Partnerschaften verändern uns als Einzelpersonen!
 
Manchmal besteht das Hindernis für eine Partnerschaft in der Bereitschaft, Risiken einzugehen. Zu einer Partnerschaft gehören mindestens zwei Parteien. Das bedeutet, dass alle Parteien sich im Prozess der gemeinsamen Interaktionen wahrscheinlich verändern werden. Menschen, die auf ihre eigene Art zu denken und zu handeln festgelegt sind, sehen darin möglicherweise eher eine Bedrohung als eine schöne Gelegenheit zu lernen. Als ich Heilsarmeeoffizierin in Frankreich war, nahm ich an regelmäßigen Treffen einer Gruppe namens „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ teil. Diese Partnerschaft vereinte Anwälte, Jugendarbeiter, religiöse Gruppen und weltliche Vereine, die unter anderem mit Prostituierten arbeiteten. Ich glaube, ich habe mehr von diesem Austausch gelernt als ich selbst beigetragen habe. Tatsache ist, dass wir gemeinsam mehr Kraft haben als wenn wir alleine agieren. Glaubensgemeinschaften können im Kampf um Gerechtigkeit nicht alleinstehen.
 
Wenn sie ihre Ressourcen bündeln, werden die Partner viel reicher als sie zuvor waren: Es kommt zu einem Welleneffekt, der meist auch andere begeistert, auch außerhalb der ursprünglichen Partnerschaft. Andere bekommen den Wunsch, für dasselbe Ziel zu arbeiten. Wir entdecken, dass die Partner, die wir vielleicht zuvor als „arm“ betrachtet haben, uns tatsächlich viel beibringen können. Sie verfügen über tiefgreifende Kenntnisse der örtlichen Verhältnisse und über praktische Ideen, wie man eine bessere und gerechtere Welt schaffen kann, auch ohne „offizielle“ Qualifikation. Gute Partnerschaften stärken die Hoffnung, die Ziele – gemeinsam – zu erreichen. Gute Partnerschaften geben neue Energie und erinnern sich gegenseitig an ihren Wert – einen Wert, der nicht nur wirtschaftliche Aspekte hat. Partnerschaften gedeihen am besten in einer Atmosphäre des gegenseitigen Respekts, wo das Zuhören (mehr als das Äußern der eigenen Meinung) geschätzt wird. Unsere Welt ist zunehmend miteinander vernetzt und wir beten, dass wir einen wertvollen Beitrag zum Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung leisten können, indem wir die Umsetzungsmittel stärken und unsere globalen Partnerschaften wiederbeleben. Diese Partnerschaften können den öffentlichen oder den privaten Sektor der Gesellschaft betreffen, oder sie können durch die Zusammenarbeit mit anderen Glaubensgemeinschaften entstehen. Halten wir unsere Augen und Herzen offen für die Gelegenheiten, die sich uns bieten.
 
Gott hat die Menschen dazu bestimmt, auf ihn angewiesen zu sein und auch untereinander von ihren Nächsten abhängig zu sein. Die Bibel betont mehr die Gemeinschaft als den Individualismus, und doch hat jeder Mensch eine Verantwortung, sich zum Wohl der Welt einzusetzen, die Gott geschaffen hat. Gemeinsam sind wir stärker. In seinem Brief an die Korinther schreibt Paulus, dass wir Gottes „Mitarbeiter” sind (2. Korinther 6,1). Das ist eine hohe Berufung, die wir täglich erfüllen sollen. Wir erhalten unseren Auftrag vom Schöpfer und Erhalter allen Lebens. Er hat uns als soziale Wesen geschaffen. Es ist seine Art, durch Partnerschaften für Gerechtigkeit zu sorgen: Durch Gruppen und Einzelpersonen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, die ihre Meinung sagen, aktiv werden, häufig gegen die herrschende Kultur. Es ist seine Welt, und wir sind miteinander verbunden, verantwortlich für das Wohlergehen des jeweils anderen.
 
„Um der Bibel treu zu sein, müssen unsere Partnerschaften bestimmten zentralen Werten entsprechen. Wir können uns selbstverständlich nicht an Aktionen beteiligen, die zentrale Grundsätze unseres Glaubens verletzen; im täglichen Geben und Nehmen der Zusammenarbeit sind wir aufgerufen, uns auf eine Weise mit anderen zusammenzutun, die den Geist Jesu Christi widerspiegelt.“[1]
 
„Geht so miteinander um, wie Christus es euch vorgelebt hat. Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. Er verzichtete auf alles; er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren und als solcher erkannt. Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb“ (Philipper 2,5-8 NLB).
 
Darby Ray sagte: „Unsere Motivation muss Mitgefühl sein, nicht Macht; Barmherzigkeit, nicht Beherrschung; Verwundbarkeit, nicht Gewalt. Demut (engl. humility) kommt von humus, dem Wort für Erde. Erde werden – Mensch werden.”[2]
 
[1] Faith-Rooted Organizing – Mobilizing the Church in Service to the World, Alexia Salvatierra and Peter Heltzel, IVP Books, 2013.
[2] Ein Interview mit Kathleen Darby Ray, Jahreskonferenz der American Academy of Religion, Chicago, Illinois, 19. November 2012. (Quelle: Salvatierra and Heltzel, 2014, S. 90.)
Das ISJC-Team nimmt regelmäßige „Live”-Updates auf. Das neueste Video finden Sie hier: http://bit.ly/2kqAfuS

ISJC aktualisiert

  • Im Februar leiten die Oberstleutnants Dean und Eirwen Pallant zwei Tage mit Teilnehmern des Internationalen College für Offiziere in London.

Gebet

Lassen wir uns durch den offensichtlichen Mangel an Gerechtigkeit auf der Erde nicht entmutigen, sondern beten wir beständig für:
  • Die Umsetzung der Accountability[1]-Bewegung der Heilsarmee auf der ganzen Welt. Bitte beten Sie auch weiterhin für Kommandeur Robert Donaldson, Internationaler Sekretär für Accountability und Steuerung, in diesen ersten Monaten seiner Amtszeit.
  • Den neuen UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Die politische Welt ist in einem Zustand des Wandels und Umbruchs. Beten Sie um weise Verantwortungsträger, die kreative Wege finden, um kritische Themen anzugehen, wie z. B. die Kriege im Nahen Osten, die weltweite Flüchtlingskrise und den Bedarf nach guter Arbeit, Gesundheitsversorgung und Bildung für Millionen Menschen, die ihr von Gott geschenktes Potenzial zurzeit nicht ausschöpfen können.
  • Die Bemühungen der Heilsarmee, gute Partnerschaften zu anderen Organisationen und Gruppen auf der ganzen Welt aufzubauen. Mögen wir bereit sein, mit anderen zusammenzuarbeiten, um Gottes Ziele auf Erden zu verwirklichen. Mögen wir ebenso bereit sein, Partnerschaften abzulehnen, wenn sie uns von der Mitwirkung an Gottes Mission auf Erden abhalten oder ablenken.
  • Die Vorbereitungen für die Frauenrechtskommission (Commission on the Status of Women, CSW), die vom 13.-24. März 2017 bei den UN in New York City tagt. Die ISJC hat sich beworben, mehrere Präsentationen bei der CSW zu halten. Bitte beten Sie für die Referenten – möge Gott sie bei ihren Vorbereitungen leiten.

[1] Dt. Verantwortung/Rechenschaft
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