Willkommen zum monatlichen Gebetsbrief #UpForJustice
View this email in your browser
Andere Sprachen unter  www.salvationarmy.org/isjc/ufj
Willkommen zur Neueste Ausgabe von #UpForJustice – einem monatlichen Informations- und Gebetsbrief der Internationalen Kommission für soziale Gerechtigkeit (International Social Justice Commission, ISJC) mit Sitz in New York City, USA.

Wir verwenden auch weiterhin die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) als Rahmen zum Beten und Nachdenken. Diese 17 Ziele haben alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) bei der UN-Generalversammlung im September 2015 unterzeichnet. Die SDGs werden bis 2030 die Entwicklungsagenda in allen Ländern prägen. Lesen Sie mehr über die SDGs unter www.salvationarmy.org/isjc/SDGs.


Diesen Monat denkt Kommandeurin Janine Donaldson, Territoriale Projektoffizierin und Territoriale Präsidentin der Frauenorganisationen für das Territorium Neuseeland, Fidschi und Tonga.

SDG 14 nach: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen


Ko ngā pae tawhiti whāia kia tata, ko ngā pae tata, whakamaua kia tina
Die Möglichkeiten für morgen hängen von dem ab, was wir heute tun.
 
In diesem Sprichwort der Māori steckt eine große Wahrheit für mich – eine Pakeha Kiwi (Neuseeländerin europäischer Abstammung), die in Neuseeland lebt, zwei kleinen Inseln mitten in einem großen Ozean. Der Ozean ist ein Teil meiner Identität. Auf meiner allmorgendlichen Fahrt zur Arbeit ist das Meer ständig in Sichtweite. Es erinnert mich immer an den Chorus eines Liedes, das mich jedes Mal aufmuntert:

Joy to the world,
All the boys and girls.
Joy to the fishes in the deep blue sea:
Joy to you and me.

(Freude für die Welt,
alle Jungen und Mädchen.
Freude den Fischen im tiefen, blauen Meer:
Freude für dich und mich.)


Viele Neuseeländer schätzen wie ich unsere Küstengewässer und Ozeane. Die Māori fühlen sich besonders mit dem Meer verbunden, und das wird im Vertrag von Waitangi gewürdigt. Viele Wirtschaftszweige des Landes sind auf biologische Ressourcen und gesunde Ökosysteme angewiesen, unter anderem die kommerzielle Fischerei mit einem Jahresumsatz von umgerechnet fast 800 Millionen Euro.

Es kommt nicht darauf an, ob Sie in der Nähe des Meeres leben oder nicht, oder ob Sie das mögen, was das Meer produziert; wir alle brauchen gesunde Ozeane. Elizabeth Thompson, stellvertretende Koordinatorin der Konferenz Rio+20 im Jahr 2012, sagte: „Ozeane sind der Punkt, an dem der Planet, die Menschen und der Wohlstand zusammenkommen. Und darum geht es bei der nachhaltigen Entwicklung. Es geht darum, dass wir alle als Teilhaber an der Erde unsere Verantwortung gegenüber dem Planeten, den Menschen und dem Blutkreislauf des Planeten, den Ozeanen, ergreifen, anerkennen und entsprechend handeln.” Mehr als drei Milliarden Menschen weltweit leben nicht weiter als 100 Kilometer von einem Ozean oder Meer entfernt. Ob Ihr Land ein Binnenstaat ist oder eine Küste hat, wir alle sind durch Seen, Bäche und Flüsse mit den Meeren und Ozeanen verbunden.

Wir freuen uns über einige großartige Veränderungen durch nachhaltige Fischerei, „grüne“ Schifffahrt, Beschäftigung und Befähigung. Besonders die Befähigung von Frauen in isolierten und kleinen Gemeinwesen, die ihre Arbeit in Salzwasser- und Aquakulturen nutzen konnten, um den wirtschaftlichen Status ihrer Länder zu stärken.

Uns ist auch bewusst, dass die Bewohner der Küstenregionen den Klimawandel in vielfältigen Extremen erleben. Man schätzt, dass bis zum Jahr 2050 weltweit 50 bis 200 Millionen wegen der Auswirkungen des Klimawandels auf unsere großen Ozeane ihre Heimat verlassen müssen. Laut der US-Kommission zur biologischen Vielfalt der Meeressysteme (US Committee on Biological Diversity in Marine Systems) sind die größten Gefahren für die biologische Vielfalt der Meere folgende:
  • Der Fischfang
  • Chemische Verschmutzung und Überdüngung
  • Veränderung der Lebensräume, Invasionen durch exotische Arten
  • Der weltweite Klimawandel
Viele unserer Aktivitäten in Neuseeland wirken sich auf die biologische Vielfalt in unseren Meeren aus, unter anderem:
  • Die Fischerei – Landnutzung zur Erholung und kommerziell – durch Ablagerungen und Verschmutzung
  • Exotische Schädlinge – eingeführt durch die Schifffahrt in Ballastwasser und an verschmutzten Schiffsrümpfen
  • Der durch Menschen verursachte Klimawandel – wirkt sich auf die Temperatur und den Wasserspiegel der Meere aus
Als Inselbewohner interessieren sich die Neuseeländer dafür, wie mit dem Ozean umgegangen wird. Das Meer ist ein Teil unseres Lebens, sowohl zur Erholung als auch als Quelle für Nahrungsmittel und Einkommen.
In 1. Mose 1,7-10 (Gute Nachricht Bibel) lesen wir: „So geschah es: Gott machte ein Gewölbe und trennte so das Wasser unter dem Gewölbe von dem Wasser, das darüber war. Und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und wieder Morgen: der zweite Tag. Dann sprach Gott: ‚Das Wasser unter dem Himmelsgewölbe soll sich alles an einer Stelle sammeln, damit das Land hervortritt.‘ So geschah es. Und Gott nannte das Land Erde, die Sammlung des Wassers nannte er Meer. Und Gott sah das alles an: Es war gut.”

Lassen Sie uns alle den Fischen im tiefen blauen Meer die Freude zurückbringen und die Majestät und Schönheit der Meere um uns her genießen, die Gott unserer Fürsorge anvertraut hat.
 

Zeit zu handeln


Welchen Beitrag können wir leisten, um das zu erhalten und wertzuschätzen, was uns anvertraut wurde?

1. Achten Sie auf Ihren CO2-Fußabdruck und reduzieren Sie Ihren Energieverbrauch: Gehen Sie sorgsam damit um, wie Sie Ihr Auto nutzen und wie viel Energie Sie zu Hause verbrauchen. Glühbirnen können durch Energiesparlampen ersetzt werden. Schalten Sie unnötigen Strom ab.
2. Wählen Sie sichere, nachhaltig erzeugte Lebensmittel aus dem Meer: Die weltweiten Fischbestände gehen aufgrund hoher Nachfrage, Verlust an Lebensräumen und nicht nachhaltiger Fischerei rasch zurück. Helfen Sie beim Einkaufen oder Essengehen die Nachfrage nach überfischten Arten zu reduzieren, indem Sie Fische und Meeresfrüchte wählen, die sowohl gesund als auch nachhaltig erzeugt sind.
3. Achten Sie auf Ihre Nutzung von Plastikprodukten: Viele Plastikartikel enden als Müll im Meer und tragen zur Zerstörung von Lebensräumen bei. Jedes Jahr verfangen sich dort viele Meereslebewesen und verenden. Um diese Müllmengen zu reduzieren, sollten Sie eine wiederverwendbare Wasserflasche nutzen, Lebensmittel in wiederverwendbaren Behältern aufbewahren und beim Einkaufen Ihre eigenen Mehrwegtaschen nutzen. Führen Sie möglichst viel der Wiederverwertung zu.
4. Kümmern Sie sich um Ihre Strände: Ob Sie gerne schwimmen, surfen, tauchen oder sich am Strand entspannen – lassen Sie nichts am Strand zurück. Erkunden und schätzen Sie das Meer, ohne Wildtiere zu stören oder Felsen und Korallen wegzunehmen. Achten Sie auf Müll am Strand und nehmen Sie sich die Zeit, ihn wegzuräumen.
5. Kaufen Sie nichts, was dem Leben im Meer schadet: Manche Produkte schaden unseren empfindlichen Korallenriffen und dem Leben im Meer. Kaufen Sie keine Waren wie Korallenschmuck, Haarschmuck aus Schildpatt (hergestellt aus Karettschildkröten) und Haiprodukte.
6. Unterstützen Sie Organisationen, die sich für den Schutz der Ozeane einsetzen: Viele Organisationen engagieren sich für den Schutz der Lebensräume und der Wildtiere im Meer. Suchen Sie eine Organisation, in die Sie investieren und die Sie finanziell oder mit Ihrer Zeit unterstützen können.
7. Reisen Sie verantwortungsbewusst auf dem Ozean: Verhalten Sie sich auf dem Wasser verantwortungsbewusst, wenn Sie Boot fahren oder andere Freizeitaktivitäten betreiben. Werfen Sie keinen Müll über Bord und achten Sie auf die Meereslebewesen im Wasser.
8. Vertiefen Sie Ihre Kenntnisse über den Ozean und seine Meereslebewesen: Alles Leben auf der Erde ist mit dem Ozean und seinen Bewohnern verbunden. Wenn wir mehr über die Probleme erfahren, die dieses lebenswichtige System betreffen, wollen wir umso mehr helfen, Wissen weitergeben, andere aufklären und inspirieren.

Gebet


Wir danken dir, Gott, für die erstaunliche Vielfalt der Welt, die du geschaffen hast. Von trockenen Weiten der Wüste hin zu schönen Regenwäldern und Flüssen und allem dazwischen – es gibt so viel, über das wir nur staunen können.

Hilf uns, immer daran zu denken, wie sich unser Verhalten auf die Ozeane und die Wildtiere auswirkt. Hilf uns danach zu streben, die bessere, nachhaltigere Möglichkeit zu wählen, selbst wenn sie mehr Mühe macht oder teurer ist.

Gib den Verantwortlichen – Politikern, Geschäftsleuten, Kommunen – den Weitblick, sich mit vorausschauenden Aktionen und Plänen für die Umwelt einzusetzen. Hilf ihnen, über die kurzfristigen Maßnahmen hinauszuschauen, die der Masse gefallen, und zu tun, was für den Planeten am besten ist.
Sei mit denen, deren Aufgabe es ist, die Umsetzung der SDGs zu leiten, besonders diesen Monat im Blick auf unsere Ozeane. Gib ihnen Weisheit, die Überzeugung, das Beste zu tun, und die Unterstützung derer, mit denen sie arbeiten.
 

Gebetsanliegen der ISJC:

  • Bitte beten Sie für das ISJC-Teammitglied Dr. James Read, der kürzlich vom General zum Vorsitzenden des Internationalen Rates für ethische und soziale Fragen (International Moral and Social Issues Council) ernannt wurde. Beten Sie bitte, dass Gott ihm auch weiterhin Weisheit schenkt und ihn segnet.
  • Bitte beten Sie für Dr. Laurelle Smith, die zur Forschungsanalystin bei der ISJC ernannt wurde und auf ihr Visum und die Erlaubnis wartet, von Neuseeland nach New York umzuziehen.
Visit our website
Like us on Facebook
Follow us on Twitter
Send us an email
Copyright © 2019 The Salvation Army, All rights reserved.


Want to change how you receive these emails?
You can update your preferences or unsubscribe from this list