Willkommen zum monatlichen Gebetsbrief #UpForJustice
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Andere Sprachen unter  www.salvationarmy.org/isjc/ufj
Willkommen zur Neueste Ausgabe von #UpForJustice – einem monatlichen Informations- und Gebetsbrief der Internationalen Kommission für soziale Gerechtigkeit (International Social Justice Commission, ISJC) mit Sitz in New York City, USA.

Diesen Monat führt Oberstleutnant Julius Mukonga – Repräsentant der Heilsarmee bei den Vereinten Nationen in Nairobi, Kenia – unsere Serie über die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) weiter, die uns als Rahmen zum Beten und Nachdenken dienen. Diese 17 Ziele haben alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) bei der UN-Generalversammlung im September 2015 unterzeichnet. Die SDGs werden bis 2030 die Entwicklungsagenda in allen Ländern prägen. Lesen Sie mehr über die SDGs unter www.salvationarmy.org/isjc/SDGs. Zudem finden Sie in diesem Brief Impulse für Ihre Gebetszeit und die neusten Nachrichten von der ISJC.

Wälder zu schützen heisst, unsere zukunft zu schützen

SDG 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen

Wälder sind unverzichtbar für das Leben auf der Erde. Etwa 1,6 Milliarden Menschen sind unmittelbar auf sie angewiesen – der Wald bietet ihnen Nahrung, Unterkunft, Brennmaterial und Einkommen (http://www.un.org/climatechange/summit/wp-content/uploads/sites/2/2014/07/New-York-Declaration-on-Forest-%E2%80%93-Action-Statement-and-Action-Plan.pdf). Wälder regulieren unser Klima, beseitigen schädliche CO2-Emissionen und können zu einer Verlangsamung des Klimawandels beitragen. Ich lebe in Nairobi, Kenia. Wälder sind wichtig für das Wohlergehen von Millionen Afrikanern – besonders von armen und ausgegrenzten Menschen. Klug genutzt, können sie die Lebensgrundlagen und die Lebensqualität der Menschen verbessern. Die folgenden Statistiken (vom Centre for International Forestry Research) geben einen Einblick in die Bedeutung der Wälder für meinen Kontinent.

  • Mehr als zwei Drittel der 600 Millionen Bewohner Afrikas sind für ihre Lebensgrundlage einschließlich der Ernährungssicherheit direkt oder indirekt auf Wälder angewiesen.
  • Holz ist die primäre Energiequelle für mindestens 70 Prozent der afrikanischen Haushalte.
  • Forstbezogene Aktivitäten machen in mindestens 19 afrikanischen Ländern 10 Prozent des BIP aus, und in 10 weiteren betragen sie mehr als 10 Prozent des nationalen Handels.
  • In Afrika befinden sich 25 Prozent der verbleibenden tropischen Regenwälder sowie 20 Prozent der Biodiversitäts-Hotspots der Welt (Sustaining the World’s Forests: Managing Competing Demands for a Vital Resource”, World Bank Publication, 2006).
Laut der New Yorker UN-Walderklärung (New York UN Declaration on Forests) verliert die Welt jedes Jahr im Durchschnitt 13 Millionen Hektar an Wald. Grund ist die ständig wachsende Bevölkerung, die unseren Planeten über Gebühr belastet. Manche Menschen in Afrika fällen Bäume und stellen daraus Holzkohle her, ohne neue Bäume anzupflanzen. Die Menschen brauchen Holzkohle – weil sie keine verlässliche Elektrizitätsversorgung haben – doch das schadet der Umwelt. Bäume schützen uns vor Naturkatastrophen wie Überflutungen und Erdrutschen. Zudem schaffen sie Raum für Erholung und Bewegung. Die Zerstörung von Wäldern in Afrika führt zu Bodenverschlechterung, wodurch die landwirtschaftliche Produktion sinkt und sich an manchen Orten die Wüsten ausdehnen. So geht sehr fruchtbarer Boden verloren. Diese Bodenzerstörung hat viele Ursachen, unter anderem Dürren, Überweidung durch Tiere und den Verlust von Wäldern.
 
Kurzum, wir brauchen unsere Wälder und unsere Wälder brauchen uns. Meine Frau und ich reisen viel im Territorium Kenia-Ost, predigen in Korps und leiten Veranstaltungen für die Bevölkerung. Wir fordern die Leute immer auf, in der Regenzeit Bäume zu pflanzen und bestehende Bäume zu schützen. Die staatliche Umweltbehörde Kenias, die National Environmental Management Authority (NEMA) versucht die Situation zu verbessern. So wurde gesetzlich festgelegt, dass man eine Genehmigung benötigt, wenn man einen Baum fällen möchte – sogar auf dem eigenen Grundstück. Näheres finden Sie hier: http://www.standardmedia.co.ke/lifestyle/article/2000086318/rapid-desertification-in-kenya-threatening-livelihood
 
Wir sollten uns jedoch nicht nur deshalb um Wälder, Ökosysteme und Boden kümmern, weil die UN oder die Regierungen das für wichtig halten. Wir tun es, weil die Bibel uns sagt, dass es wichtig ist. Die Website der ISJC enthält viele Stellungnahmen und Richtlinien, die erklären, was Gott von uns möchte, dass wir tun sollen, und warum es wichtig ist. Die Internationale Stellungnahme zum Umweltschutz erklärt:
  • „Gott ist Schöpfer, Herrscher und Erhalter aller Dinge. Die Erde und alles, was darin ist, gehört dem Herrn (Psalm 24,1; 2. Mose 19,5). Die Menschen sind nach dem Ebenbild Gottes geschaffen (1. Mose 1,27), und die Fürsorge für die Erde und ihre Ressourcen wurde uns anvertraut (1. Mose 2,15). Gott lädt uns ein, Verantwortung für die Schöpfung mitzutragen (1. Mose 1,28-31; 2,15) und an der Heilung der Welt mitzuwirken (Römer 8,19-22).
  • Die Beziehung Gottes zu seiner Schöpfung ist liebevoll und fürsorglich. Das menschliche Verwalteramt für die Erde soll diese Fürsorge widerspiegeln, da der Mensch als Gottes Abbild geschaffen wurde. Die Welt wurde geschaffen, um Gott zu preisen und seine Herrlichkeit zu offenbaren (Psalm 19,1-6); das ist auch Ziel unseres Verwalteramtes.
  • Die Umweltzerstörung ist zum Teil durch menschliches Handeln verursacht (Jesaja 24,5-6). Deshalb ist auch die Wiederherstellung unsere Aufgabe. Der biblische Auftrag an die Menschheit, die Erde zu unterwerfen und über sie zu herrschen, sollte als Aufforderung interpretiert werden, gute Verwalter zu sein, und nicht als eine Rechtfertigung, die Ressourcen der Erde auszubeuten (1. Mose 1,28). Der unverhältnismäßig starke Effekt der Klimaveränderung und Umweltzerstörung auf die ärmsten Teile der Welt nimmt uns besonders in die Pflicht, die Anliegen der Verwundbarsten zu vertreten, indem wir in der globalen Gemeinschaft ein Sinn für Gerechtigkeit wiederherstellen (Micha 6,8)." (www.salvationarmy.org/isjc/lead)
Abschließend verpflichte ich mich, die Gesellschaft immer aufzufordern, unsere Wälder zu schützen, um Wüstenbildung zu vermeiden und Bodenverschlechterung rückgängig zu machen. Dabei arbeite ich mit Leitern, Divisionen, Korps und Einrichtungen der Heilsarmee im Territorium Kenia-West zusammen. Wie können Sie helfen?

ISJC aktualisiert

  • Wir haben zum ersten Mal ein Live-Video auf Facebook genutzt, um die neusten Nachrichten von der ISJC weiterzugeben. Wir hoffen, Ihnen in Zukunft weitere anbieten zu können und Ihnen mehr von den UN und der Stadt zu zeigen, in der wir arbeiten. Sie finden die Videos unter: https://www.facebook.com/salvationarmyisjc/
  • Dr. Laurelle Smith hat ihr US-Visum erhalten und ist im November nach New York gezogen, um Forschungsanalystin bei der ISJC zu werden. Sie kommt aus Neuseeland zu uns und wir beten, dass sie sich hier gut einlebt.

Oberstleutnant Dean Pallant spricht zu unserem Facebook-Publikum über die aktuellen Neuigkeiten von der ISJC.

Gebet

  • Beten Sie für alle, die Strategien und Programme zum Schutz von Gottes Schöpfung entwickeln. Mögen sie gerecht handeln, indem sie die Bedürfnisse der Armen und Ausgegrenzten in den Vordergrund stellen und gegen diejenigen vorgehen, die die Ressourcen der Welt für egoistische Zwecke ausbeuten wollen.
  • Beten Sie, dass Menschen aufmerksamer auf die Probleme der Entwaldung werden und dass Gesetze und Projekte sie dazu bringen, mehr über die Folgen ihres Handelns nachzudenken.
  • Beten Sie für die vielen Angestellten, Ehrenamtlichen, Heilssoldaten und Offiziere der Heilsarmee, die im Monat Dezember sehr damit beschäftigt sind, für andere Menschen zu sorgen. Gott gebe ihnen Kraft und Energie, alles zu tun, was zu tun ist, und Zeiten der Erholung nach Weihnachten, damit sie ihre Kraft erneuern können (Jesaja 40,31).
  • Danken Sie Gott für den Segen, den er der Internationalen Kommission für soziale Gerechtigkeit in diesem Jahr geschenkt hat. Besonders danken wir Gott dafür, dass Dr. Laurelle Smith aus Wellington, Neuseeland, in New York angekommen ist, um als Forschungsanalystin für die ISJC zu arbeiten.
Zu guter Letzt möchten wir Ihnen bei dieser Gelegenheit für alle Gebete und Ihr Interesse an der ISJC im zu Ende gehenden Jahr danken. Wir sind dazu da, Ihnen und den Menschen in unserer Welt zu helfen, die Unrecht erleiden. Wir hoffen, dass Sie unseren Newsletter als eine nützliche Quelle empfinden, die derzeitige Themen erklärt, Anregungen für Ihr Gebet liefert und unsere aktuelle Arbeit beschreibt. Gerne können Sie sich mit Ihrem Feedback an uns wenden – unsere E-Mail-Adresse finden Sie unten.
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