Willkommen zum monatlichen Gebetsbrief #UpForJustice
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Andere Sprachen unter  www.salvationarmy.org/isjc/ufj
Willkommen zur Neueste Ausgabe von #UpForJustice – einem monatlichen Informations- und Gebetsbrief der Internationalen Kommission für soziale Gerechtigkeit (International Social Justice Commission, ISJC) mit Sitz in New York City, USA.

Wir wünschen Ihnen allen ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2017 – für uns alle ein neues Jahr mit vielen Gelegenheiten, gemeinsam nach Gerechtigkeit zu streben. Für die ersten zwei Monate von 2017 verwenden wir weiterhin die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) als Rahmen zum Beten und Nachdenken. Es gibt 17 Ziele, und wir sind jetzt bei SDG 16 – es kommt also nur noch ein weiteres! Als regelmäßige Leser von #UpForJustice wissen Sie, dass die SDGs von allen 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) bei der UN-Generalversammlung im September 2015 unterzeichnet wurden. Die SDGs werden bis 2030 die Entwicklungsagenda in allen Ländern prägen. Lesen Sie mehr über die SDGs unter www.salvationarmy.org/isjc/SDGs. Diesen Monat betrachtet Majorin Christine Volet, Vertreterin der Heilsarmee bei den Vereinten Nationen in Genf, das SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen


Ich bin eine eifrige Leserin und mag besonders Kriminalromane. Durch die Abenteuer des Gabriel Allon, einer Figur von David Silva, habe ich die Welt des Terrorismus, der Geldwäsche und der Schießereien kennengelernt. Eine weitere Lieblingsautorin von mir, Donna Leon, nutzt alle Ermittlungen von Commissario Brunetti, um irgendeine Form sozialer Ungerechtigkeit aufzudecken.
 
Im echten Leben ist es jedoch viel schwieriger, wenn man mit solchen Problemen konfrontiert wird. Während unserer drei Jahre in Haiti habe ich häufig Freunden zugehört, die gerade Angehörige verloren hatten – sie waren auf der Straße erschossen worden, weil sie für Gerechtigkeit eingetreten waren oder Bestechung abgelehnt hatten. Einer Familie, die uns nahestand, drohten Einbrecher in ihrem Haus, sie umzubringen. Eine andere Familie musste erleben, wie der Vater vor ihren Augen erschossen wurde. Subtilere Formen von Gewalt werden gegen Frauen und Kinder in Haiti ausgeübt. Familien schicken ihre Kinder zur Arbeit auf die Felder statt zur Schule. Eltern geben ihre Kinder in die Obhut anderer Familien und sind sich nicht bewusst, dass sie häufig zu Sklaven werden. Manchmal beschließen sie in ihrer Not, eine minderjährige Tochter zu verheiraten oder in die Prostitution zu verkaufen. In jedem Fall werden die Lebenschancen haitianischer Kinder schwer beschädigt.


 
Jetzt, da ich in der Schweiz lebe, ist eher Steuerhinterziehung etwas, das in meiner Nähe geschieht. Reiche Leute verstecken Gewinne und Vermögen auf ausländischen Bankkonten. In welchem Umfang das geschieht, wurde vor einiger Zeit durch die Veröffentlichung der „Panama Papers“ deutlich. Die schwarzen (oder grauen) Märkte entziehen unseren Ländern wertvolles Geld, mit dem Ungleichheit und Ungerechtigkeit reduziert werden könnten. Leider wächst dort, wo schwache und ungerechte Regierungen an der Macht sind, die Kluft zwischen Reichen und Armen immer mehr.
 
Habgier, Korruption und Armut sind in einem Teufelskreis miteinander verbunden. Laut der UN „kosten Korruption, Betrug, Diebstahl und Steuerhinterziehung die Entwicklungsländer jährlich etwa 1,26 Billionen US-Dollar. Dieses Geld könnte man nutzen, um Menschen, die von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag leben müssen, mindestens sechs Jahre lang zu helfen.“[1]
 
Eine stabile und gerechte Regierung ermöglicht es einem Land, sich zu entwickeln, bietet seinen Einwohnern Sicherheit und verbessert den Zugang aller zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Justiz. Jeder Akt der Korruption, jeder Betrug und jede Erpressung von Geld beeinträchtigt die gesamte Menschheit.
 
Biblische Betrachtung
Wenn wir das Alte Testament lesen, sehen wir, dass es Unrecht und Gewalt schon immer gab. „Ihr, die ihr das Recht in Bitternis verwandelt und Gerechtigkeit in Grund und Boden stampft!“, heißt es in Amos 5,7 (NLB). „Ihr bekämpft die Ehrlichen, ihr nehmt Bestechungsgelder an und beugt das Recht der Armen“ (Amos 5,12 NLB).
 
Sacharja ruft uns auf, vielmehr weise und integer zu handeln: „So spricht der Herr, der Allmächtige: ‚Fällt gerechte Urteile und begegnet einander mit Barmherzigkeit und Güte. Fügt den Witwen, Waisen, Fremden und Armen kein Unrecht zu. Und schmiedet keine bösen Pläne gegeneinander ... Haltet euch jedoch an die folgenden Gebote: Sagt einander die Wahrheit. Fällt an euren Gerichtshöfen gerechte Urteile“ (Sacharja 7,9-10; 8,16 NLB).
 
Jesaja erinnert uns daran, dass Gott von uns erwartet, dass wir die Schwächsten verteidigen: „Lasst die zu Unrecht Gefangenen frei und gebt die los, die ihr unterjocht habt. Lasst die Unterdrückten frei. Zerbrecht jedes Joch.” Und er fordert weiterhin auf: „Ich möchte, dass ihr euer Essen mit den Hungrigen teilt und heimatlose Menschen gastfreundlich aufnehmt. Wenn ihr einen Nackten seht, dann kleidet ihn ein. Verleugnet euer eigenes Fleisch und Blut nicht“ (Jesaja 58,6-7).
 
[1] https://www.unodc.org/unodc/en/press/releases/2015/November/eliminating-corruption-is-crucial-to-sustainable-development.html

ISJC aktualisiert

  • Vom 9. bis 10. Januar reisen die Oberstleutnants Dean und Eirwen Pallant sowie Majorin Victoria Edmonds nach St. Louis im Territorium USA-Zentral. Der Vorort Ferguson wurde durch Unruhen im August 2014 weltweit bekannt, nachdem der afroamerikanische Jugendliche Michael Brown von einem Polizisten erschossen worden war. Das ISJC-Team wird Gespräche unter Heilsarmee-Mitarbeitern mithilfe von glaubensbasierter Moderation (Faith-Based Facilitation) leiten, um aktuelle Probleme und mögliche Maßnahmen auszuloten (www.salvationarmy.org/fbf).
 
  • Vom 13. bis 14. Januar nimmt Oberstleutnant Dean Pallant an einer zweitägigen Veranstaltung am THQ in Atlanta, Territorium USA-Süd, teil. Das Territorium baut seine Fähigkeit zur Nutzung von glaubensbasierter Moderation aus, um ethische und soziale Fragen in ihrem Zusammenhang zu erörtern.

Gebet


Lassen wir uns durch den offensichtlichen Mangel an Gerechtigkeit auf der Erde nicht entmutigen, sondern beten wir beständig für: 
  • Die Umsetzung der Accountability[1]-Bewegung der Heilsarmee auf der ganzen Welt. Die Heilsarmee muss eine starke Institution sein, die durch alles, was sie tut, Frieden und Gerechtigkeit bringt. Das ist eine persönliche Herausforderung für jeden Salutisten – herrschen in Ihrem Korps Frieden und Gerechtigkeit? Was ist mit der Sozialeinrichtung der Heilsarmee in Ihrer Gegend? Sind wir als Menschen des Friedens und der Gerechtigkeit bekannt? Die Accountability-Bewegung möchte das in allen Bereichen der Heilsarmee verwirklichen. (Weitere Informationen siehe unter www.salvationarmy.org/accountability.) Beten Sie bitte für Kommandeur Robert Donaldson, der am 1. Januar 2017 die Aufgabe des Internationalen Sekretärs für Accountability und Steuerung übernimmt.
  • Unsere Obrigkeiten auf nationaler und internationaler Ebene; für alle Arten von Institutionen – staatlich, privat, religiös und finanziell – dass Gott sie leitet und bei Bedarf zurechtweist, dass sie ehrlich sind, dass das Recht angewandt und Gerechtigkeit geübt wird.
  • Diejenigen, die andere missbrauchen, die die Schwächsten manipulieren, die sich durch Korruption, Bestechung und Steuerhinterziehung bereichern. Möge Gott ihnen die Augen für die Folgen ihres Handelns öffnen und in ihnen einen Geist der Buße wecken.
  • Diejenigen, die Unrecht und Gewalt leiden: Schwache, Kinder, Frauen, Ausgegrenzte, Flüchtlinge und abgelehnte Bevölkerungsgruppen – dass Gott seine heilende und schützende Hand über sie hält.
  • Die Länder, in denen aufgrund ihrer Geschichte eine Kultur der Abhängigkeit und Unterwerfung herrscht. Beten Sie, dass sich diese Länder erholen, dass sie gestärkt werden und die Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen.
 
[1] Dt. Verantwortung/Rechenschaft
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