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April 2016
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Liebe InteressentInnen, UnterstützerInnen, Mitglieder und Aktive der Gemeinwohl-Ökonomie!
 
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist Realität. Ihre Umsetzung schreitet zügig voran und die Erfolge der letzten Zeit machen Mut diesen Weg kraftvoll weiterzugehen. Das bis auf den letzten Platz ausverkaufte Wiener Volkstheater war ein Meilenstein in der GWÖ-Geschichte und wird noch lange nachwirken. Erfolge auf Ebene der Europäischen Union und erste Gespräche im Europaparlament zeigen, dass wir als relevant wahrgenommen werden.



Jüngste Überraschung ist die Nennung der Gemeinwohl-Ökonomie als alternative Wirtschaftstheorie im Veritas AHS-Schulbuch für Geografie und Wirtschaftskunde in der 8. und 9. Schulstufe. Die Abbildung von Christian Felber zwischen Keynes, Hayek, Marx und Milton Friedman hat eine Welle an Reaktionen in sämtlichen österreichischen Tageszeitungen und auf Social Media ausgelöst. 134 ÖkonomInnnen (Stand 13.4.2016) haben in einem offenen Brief die österreichische Bildungsministerin aufgefordert, das Schulbuch einzuziehen. Als Gründungsverein haben wir dazu eine Stellungnahme verfasst und uns dem Vorschlag Christian Felbers angeschlossen, zukünftig bei Lehrinhalten auch andere alternative Wirtschaftstheorien zu nennen. Diese Debatte ist außerordentlich wertvoll, weil damit nicht nur die Gemeinwohl-Ökonomie als alternatives Wirtschaftsmodell, sondern insgesamt der Status der Wissenschaftlichkeit in der Ökonomie breit diskutiert wird.

Gemeinwohl-Ökonomie im Schulbuch - Informationen, Stellungnahmen, Artikel >>

Die Gemeinwohl-Ökonomie hat es bis heute in die Köpfe vieler NachdenkerInnen und VordenkerInnen geschafft. Das ist der Verdienst von allen, die mit ihrem Beitrag Tag für Tag ein Stückchen mehr neue Wirtschaft ins Leben bringen. Das Zitat von Hans Bürger, Stv. TV-Chefredakteur im ORF bringt in seinem Buch "Wir werden nie genug haben. 96 Fragen an Kurt W. Rothschild zu den Themen Kapitalismus und Zufriedenheit", den aktuellen Stellenwert der Gemeinwohl-Ökonomie gut auf den Punkt:

„Der Kapitalismus wird weiterleben. Noch haben wir nichts Besseres gefunden. Vielleicht wird sich einmal die sogenannte Gemeinwohlökonomie durchsetzen. Aus heutiger Sicht eher nicht, was übrigens schade wäre.“
 
Damit wir den notwendigen Wandel professionell voranbringen, möchten wir sie bitten uns finanziell zu unterstützen. Die Umsetzung von Leitprojekten und die Finanzierung weiterer Arbeitsplätze kosten Geld, haben aber auch einen Wert. Ihre Spende macht die Gemeinwohl-Ökonomie zum Wegweiser in eine neue Wirtschaft und Gesellschaft. 

Wir wünschen Ihnen, dass sie die herrliche Frühlingsstimmung mit Tatkraft und Freude durch die Tage begleitet. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ab sofort sind Spenden für Forschungsaktivitäten der GWÖ in Österreich steuerlich absetzbar. Ermöglichen Sie den Wandel hin zu einem ethischen Wirtschaftsmodell.
 
- Gründungsverein Gemeinwohl-Ökonomie
IBAN AT34 6000 0005 1008 5485, BIC BAWAATWW
- Forschungsverein Gemeinwohl-Ökonomie (mit Spendenabsetzbarkeit)
IBAN AT20 6000 0101 1017 4670, BIC OPSKATWW
Inhaltsübersicht:
Gemeinwohl-UnternehmerInnen mobilisieren gegen TTIP & CETA
Gemeinwohl-Bilanz als Standard für EU-Richtlinie in Deutschland - Jetzt Unterzeichnen!
Rückenwind für die Gemeinwohl-Bilanz in Österreich
Projekt Bank für Gemeinwohl - jetzt aktiv unterstützen!
Die Gemeinwohl-Ökonomie in den Medien
Mit Ethik zum Erfolg – Angebote und Termine

  Auf dem Weg zu einem ethischen Wirtschaftsmodell  


Gemeinwohl-UnternehmerInnen mobilisieren gegen TTIP

 

 
 "Aufruf zum Wiederstand" - unter diesem Motto initiierten kleine und mittlere Betriebe die Kampagne "KMU gegen TTIP". In Österreich waren es Gemeinwohl-UnternehmerInnen wie Max Schachinger, Ernst Gugler, Johannes Gutmann und Lisa Muhr, die gemeinsam mit anderen engagierten KMUs als Arbeitsgemeinschaft aktiv wurden: In einer druckfrischen Broschüre erklären sie, warum 99 Prozent der Unternehmen nicht profitieren.

Eine Umfrage von 800 deutschen UnternehmerInnen streicht hervor, dass Klein- und Mittelbetriebe (KMU) akute Gefahren in den Handels- und Investitionsabkommen zwischen EU und USA (TTIP) sowie EU und Kanada (CETA) verorten. Kaum steigende Exportmöglichkeiten, Risiken für den Mittelstand und Mangel in der Informationspolitik der großen Wirtschaftsverbände sind das Ergebnis einer repräsentativen Mitgliederbefragung des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW):
  • 57% der Befragten sehen Vorteile für große Unternehmen, wohingegen diese für den Mittelstand zu 62% negative Auswirkungen verorten.
  • Für das eigene Unternehmen erwarten 35% sehr negative bzw. eher negative Auswirkungen - 43% keine und nur 12% positive Auswirkungen durch TTIP. 28% schätzen die mögliche neue Konkurrenz sogar als potenziell existenzbedrohend ein.
  • 66% der befragten Unternehmen gaben an, dass TTIP und CETA die Erschließung ausländischer Märkte nicht bzw. eher nicht vereinfachen würde; gerade einmal 16% erwarten hier positive bzw. eher positive Effekte.
KMU gegen TTIP unterstützen:
Als Unternehmen in Österreich die Petition unterzeichnen >>
Als Unternehmen in Deutschland die Petition unterzeichnen >>


Gemeinwohl-Bilanz als Standard für EU-Richtlinie - Jetzt Unterzeichnen!


Die Gemeinwohl-Ökonomie setzt sich dafür ein, dass die Gemeinwohl-Bilanz (als Ethik-Bilanz) zum Top-Standard für die neue EU-Richtlinie zur Offenlegung über nichtfinanzielle Leistungen wird. Ein Gesetzesentwurf der neuen EU-Richtlinie, die mit 1.1.2017 in Kraft treten soll, liegt derzeit im deutschen Bundestag. Gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen hat die Gemeinwohl-Ökonomie wesentliche Anforderungen an eine ethische Berichtspflicht in einem Positionspapier dargelegt: Kernforderungen und Argumente für eine effektive Umsetzung der EU-CSR-Richtlinie >>
 
Wir bitten Unternehmerinnen und Unternehmer aus Deutschland diese Forderung nach einer Berichtspflicht über ethische Leistungsindikatoren mit Ihrer Unterschrift bis zum 21. April zu unterstützen. Am 27. April 2016 wird die Unterschriftenliste im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks in Berlin präsentiert. 

Jetzt unterzeichnen - zur Unterstützungserklärung >>
Bitte folgendes Kennwort eingeben: gemeinwohl2016
 
Eine gültige Gemeinwohl-Bilanz ist keine zwingende Voraussetzung, Sie können auch als UnterstützerIn und Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie unterzeichnen. Bei eventuellen Fragen können Sie uns gerne kontaktieren: koordination@gemeinwohl-oekonomie.org


Rückenwind für die Gemeinwohl-Bilanz in Österreich

 
Auch in Österreich haben wir dem Justizministerium in einer 10-seitigen Stellungnahme vorgeschlagen, die Gemeinwohl-Bilanz als Standard für nicht-finanzielle Informationen im österreichischen Umsetzungsgesetz zu erwähnen. Erfreuliche Unterstützung haben wir dazu vom Bundesländerausschuss der Grünen Wirtschaft erhalten. In einer Stellungnahme unterstützen sie unseren Vorschlag, dass die Gemeinwohl-Bilanz als Standard in der neuen EU-Richtlinie zur Offenlegung nicht-finanzieller Informationen gelten soll. Im Sinne der Überparteilichkeit wurden neben der Grünen Wirtschaft auch Wirtschaftsbund und Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband eingeladen, die Gemeinwohl-Bilanz in der neuen EU-Richtlinie für Österreich anzuerkennen.

Die Unterstützungserklärung der Grünen Wirtschaft im Wortlaut >>


Projekt Bank für Gemeinwohl - jetzt aktiv unterstützen!


Aus einem breiten zivilgesellschaftlichen Prozess heraus gründen engagierte Bürgerinnen und Bürger die erste bewusst ethische Alternativ-Bank Österreichs: die Bank für Gemeinwohl.
 
Das nächste konkrete Ziel ist bis zum Jahresende EUR 6 Mio zu lukrieren, damit als freie Genossenschaft bei der Finanzmarktaufsicht um die Bankenkonzession angesucht werden kann. 

Das Team der Bank für Gemeinwohl bittet sie darum folgende zwei Möglichkeiten zu nutzen:

1.) Geben Sie uns die Möglichkeit unser Projekt zu präsentieren. Ausgebildete ReferentInnen stellen vor Ort das Projekt vor und beantworten die Fragen des Publikums. Anfragen an: Elke Schlitz: referentinnen@mitgruenden.at 

2.) Informieren Sie Ihre persönlichen privaten und beruflichen Netzwerke über Kommunikationskanäle wie z.B. Newsletter und/oder Kundenmagazin. Text, Logo, Foto etc. kann über folgende E-Mail Adresse angefordert werden: maria.goessler@gmail.com


  Die Gemeinwohl-Ökonomie in den Medien  

 
Wien, 16.2.2016
Das war das Gemeinwohl-Fest 2016

Mit dem Gemeinwohl-Fest haben wir als Nebeneffekt starke mediale Aufmerksamkeit erreicht und Interesse für unser Thema einer ethischen Wirtschaftsordnung geweckt.


Für alle die nicht dabei sein konnten, gibt es das Gemeinwohl-Fest in voller Länge auf Video unter folgendem Link: Youtube-Playlist: Das ganze Gemeinwohl-Fest auf Video >>

Nachbericht Gemeinwohl-Fest 2016 >>
Fotos Gemeinwohl-Fest Michael Janousek >>
Fotos Gemeinwohl-Fest TJ Photography >>
ORF-Seitenblicke - Beitrag zum Gemeinwohl-Fest >>
Sendebeitrag von W24 zum Gemeinwohl-Fest >>
 


  Mit Ethik zum Erfolg -
Angebote und Termine  

Investitionsmöglichkeiten bei Gemeinwohl-Unternehmen

 
Göttin des Glücks GmbH - Crowd Funding
Das Crowdfunding-Angebot der Göttin des Glücks beinhaltet sechs verschiedene Zukunftsprojekte, in die mittels qualifiziertem Nachrangdarlehen investiert werden kann. Die Projekte beinhalten sowohl regionale Produktionskreisläufe und Materialien als auch die Sortimentserweiterung und interne Strukturverbesserungen. Die Laufzeit beträgt mindestens fünf Jahre, Zinsen werden in Form von 2,5% Cash oder 4% Warengutscheinen der Göttin des Glücks ausbezahlt.
 
gugler GmbH, Öko-Immobilie sucht Investoren
Cradle to Cradle, das heißt Produkte schon so zu gestalten, dass ihr nächstes Leben bereits vorbestimmt ist, ohne Müll zu verursachen. Jetzt entsteht in Melk, Niederösterreich, beim Öko Pionier Gugler ein Betriebsgebäude, das genau nach diesen Kriterien errichtet wird, um darin Strategien zu entwickeln und Produkte zu produzieren, die ebenso nach dem Cradle to Cradle-Prinzip gestaltet werden. Das Projekt wurde unter 80 Einreichungen beim „Haus der Zukunft plus“-Programm des BMViT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) und als Innovationsleuchtturm-Projekt ausgezeichnet. Sie haben hier die einmalige Chance, diese Idee mitzutragen und damit den Bau des weltweit nachhaltigsten Campus für ganzheitliche Kommunikation, Marketing und Greenmedia zu ermöglichen. Nähere Informationen gibt es direkt bei Geschäftsführer Ernst Gugler


Cusanus Hochschule - Studium für Plurale Ökonomie und Philosophie

 
Die Cusanus Hochschule ist Kooperationspartner der Gemeinwohl-Ökonomie und bietet ein Studium der Pluralen Ökonomie und der Philosophie in kleinen und motivierten Gruppen an.
 
Die im Mai 2015 staatlich anerkannte Cusanus Hochschule (ihr Namensgeber ist der humanistische Universalgelehrte Nicolaus Cusanus, 1401-1464) startete im Oktober 2015 die ersten Masterstudiengänge in Philosophie und in Ökonomie. Die Professor/innen sind dabei Vorreiter/innen für eine kritische Lehre und Forschung in der Ökonomie, die explizit nicht nur kritisiert, sondern reflexiv denkend Neue Projekte in die Welt bringt. In der Philosophie ist der Masterstudiengang „Konzepte des Geistes“ deutschlandweit einzigartig. Im Herbst 2016 folgen die Bachelorstudiengänge in den gleichen Fächern mit dem gemeinsamen Schwerpunkt „Soziale Verantwortung“. In kleinen Seminargruppen und geblockten Seminaren wird nicht nur der intensive fachliche Austausch zwischen Professoren und Studierenden gefördert; die Lehre dient auch der umfassenden Bildung und Persönlichkeitsentwicklung.
 
Weitere Informationen auf www.cusanus-hochschule.de bzw. info@cusanus-hochschule.de

Gemeinwohl-Ökonomie an Schulen etablieren
Montag, 18. April 2016, 14:00 - 18:00 Uhr, Graz

 
An der HAK Wien 22 gibt es ihn schon - einen eigenen Schwerpunkt für Gemeinwohl-Öknomie im Unterricht. Zwei engagierte Lehrerinnen der Handelsakademie Wien 22 erzählen, wie sie das geschafft haben. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt werden, wie die Gemeinwohl-Ökonomie auch an steirischen Schulen einen fixen Platz im Lehrplan erhalten kann.
Information und Anmeldung >>

Demonstration für einen gerechten Welthandel ohne TTIP und CETA
Montag, 23. April 2016, 12:00 Uhr, Hannover

 
Die Hannover Messe 2016 wird zusammen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama eröffnet. Die dazu geplante Demonstration für einen gerechten Welthandel wird von einem breiten Bündnis, darunter auch die Gemeinwohl-Ökonomie unterstützt. Die Regionalgruppe der GWÖ Hannover wird an der Demonstration teilnehmen und lädt auch andere GWÖ SympathisantInnen dazu ein.

SERI-Netzwerkabend - Engagiert Euch! Aber wie? 
Montag, 2. Mai 2016, 17:30 Uhr, Wien

 
Gemeinsam mit den Gästen Margit Scherb (Sozialwissenschaftlerin), Christian Felber (Buchautor, Lektor an der WU Wien, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und des Projekts Bank für Gemeinwohl) und Bruno Rossmann (Nationalratsabgeordneter, Budgetsprecher Die Grünen) wird unter dem Titel „Engagiert euch! Aber wie?“ über die Bedeutung und Rolle des Staates sowie  Formen politischen Engagements in der heutigen Zeit diskutiert.

Gemeinwohl-Bilanz - auf dem Weg zum gesetzlichen Standard
30. Juni 2016, Sparda Bank München, München

 
Mit der Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuß im Herbst 2015 wurde ja die Empfehlung abgegeben, die Verwirklichung eines verstärkt ethischen Binnenmarkts entlang des GWÖ-Modells voranzubringen. UnternehmerInnen, VertreterInnen aus der Politik und Interessierte sind eingeladen, nächste praktische Schritte hin zur Integration des Gemeinwohl-Ökonomie Modells in den europäischen und einzelstaatlichen Rechtsrahmen zu diskutieren und auf den Weg zu bringen. 
Information und Anmeldung >>

Sommeruniversität "The Economy of the Future"
27. Juli - 14. August 2016, Wien


In diesem Sommer findet in Wien zum dritten Mal die 2,5 wöchige Summer School, Alternative Economic and Monetary Systems -  The Eonomy of the Future (AMES) statt. Heuer beteiligen sich viele neue Akteure an der Planung des intensiven und spannenden Programms rund um die Alternativen zum aktuellen Wirtschaftssystem. Laufend werden Unternehmen als UnterstützerInnen gesucht, die interessierten Studierenden eine Teilnahme an der Summer School in Form eines Stipendiums ermöglichen. Für Nicht-StudentInnen sind sowohl der Besuch einzelner Veranstaltungstage als auch die Abendveranstaltungen möglich.
Impressum:
Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie
Garnisongasse 7/17, 1090 Wien
ZVR-Zahl: 6682197
www.ecogood.org
    

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